So entsorgen Sie Lithium-Batterien richtig

So entsorgen Sie Ihre Batterien richtig.
So entsorgen Sie Ihre Batterien richtig. - © AP Photo/Paul Sancya, File
Die Elektroaltgeräte-Koordinierungsstelle (EAK) und die ARGE Abfallwirtschaftsverbände geben wichtige Tipps zur sachgemäßen Sammlung und Entsorgung von Batterien und Geräten mit Akkus.

Kürzere Ladedauer, längere Akkulaufzeit, geringeres Gewicht: Die Akku-Technologie für unsere Elektronikgeräte hat sich laufend weiterentwickelt und verbessert. Mehr und mehr werden die “alten” Batterien oder Nickel-Cadmium-Akkus in den modernen mobilen Elektrogeräten durch leistungsstarke Lithium-Akkus ersetzt. Handys, Laptops, Digicams, aber auch mobiles Handwerkzeug wie Akkubohrer oder -Schrauber sowie die rund 300.000 E-Bikes, die in Österreich bereits im Umlauf sind, werden mit sehr leistungsstarken Lithium-Akkumulatoren gespeist.

Vorteile von Lithium-Akkus

Die Vorteile gegenüber herkömmlichen Batterien liegen vor allem in der höheren Energiedichte und der geringen Selbstentladung, auch bei längerer Lagerung. “Mit dem Wechsel der Technologie haben sich aber nicht nur Form und Größe der Batterien verändert, sondern auch die Handhabung bei der Sammlung und Entsorgung”, betont Mag. Elisabeth Giehser, Geschäftsführerin der Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle. “Während man früher die Nickel-Cadmium-Akkus stets vollständig ent- oder aufladen musste, ist dies bei Lithium-Akkus nicht mehr nötig, da die modernen Akkus in Kombination mit den Werkzeugen so gebaut sind, dass eine Überladung bzw. Tiefenentladung bei Aufladung und Anwendung vermieden wird”, erklärt Dr. Johann Mayr, Bundeskoordinator der ARGE Abfallwirtschaftsverbände, der auch auf die Umstände hinweist, die zu beachten sind:

Lithium- Akkus können z.B. auf starke Wärmezufuhr und mechanische Beschädigungen reagieren. Besondere Sorgfalt bei der Sammlung der Akkus ist also gefragt. “Durch sorgfältige Handhabung und richtige Entsorgung lässt sich das Auftreten von unkontrollierten, gefährlichen Reaktionen jedoch weitgehend verhindern”, erklärt Mayr.

Tipps zu Handhabung und Entsorgung der Lithium-Batterien

1. Verwendung von Original-Ladegeräten und Zubehör
Die Verwendung von originalen Ladegeräten und Zubehör wird empfohlen, um Überladungen und Kurzschlüsse zu vermeiden. Bitte beachten Sie in jedem Fall die Informationen in den Bedienungsanleitungen der Herstelle

2. Vorsicht vor Beschädigungen

Eine beschädigte Lithium-Batterie erkennt man zum Beispiel am verformten Metallgehäuse, an Schmelzstellen am Kunststoffgehäuse, am Auslaufen von Flüssigkeit oder an der Erwärmung der Batterie im abgeschalteten Zustand. Selbst kleinste, nicht sichtbare Verletzungen der Akku-Separatoren (von außen nicht ersichtlich) könnten zur Selbstentzündung führen.

3. Keine Berührung mit Metallen

Lassen Sie die Akkukontakte (außerhalb der Geräte) nicht in Berührung mit metallischen Gegenständen, etwa Münzen oder Schlüsseln, kommen und vermeiden Sie so einen Kurzschluss.

4. Trocken bleiben

Lassen Sie Ihr Handy bzw. Ihre Akkus nach Möglichkeit niemals nass werden. Bauteile können korrodieren und zum Sicherheitsrisiko werden (Ausnahme: spezielle wasserfeste und staubdichte Handys).

5. Getrennte Sammlung

Lithium-Akkus sollten nicht in größeren Mengen zu Hause gesammelt bzw. gelagert werden. Eine möglichst geschützte Lagerung z.B. eingewickelt in Kunststofftaschen oder Originalverpackung und eine rasche Abgabe bei einer Sammelstelle wird empfohlen. Bei größeren Akkus, wo blanke Kontakte sichtbar sind, bitte die Pole unbedingt mit Isolierband abkleben.

Fazit: “Ausgediente Akkus und Batterien keinesfalls in den Hausmüll werfen”, so der Appell der Geschäftsführerin der Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle. “Die Lithium-Akkus bzw. Elektroaltgeräte mit solchen Akkus oder Batterien können bei den dafür ausgestatteten Sammelstellen in Österreich kostenlos abgegeben werden, wo sie recycelt oder umweltgerecht verwertet werden. Auch in Geschäften, die Batterien und Akkus verkaufen, können ausgediente Energiespender kostenlos – meist in dafür vorgesehenen gekennzeichneten Kartons – abgegeben werden”, erklärt Giehser.

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