Smartphone-App erweckt Kunstwerke in der Albertina zum Leben

Die Augmented-Reality App "Artivive" bietet interaktive Kunstvermittlung in der Albertina
Die Augmented-Reality App "Artivive" bietet interaktive Kunstvermittlung in der Albertina - © Mario Kiesenhofer
Mit der Smartphone-Applikation des Wiener Startups “Artivive” werden einige der populärsten Kunstwerke in der Albertina wortwörtlich in Bewegung versetzt.

Das Kunstvermittlungstool bietet laut Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder eine “Brücke zur Betrachtung” und zählt etwa Signacs Punkte, lässt Miros Vögel flattern und erläutert als Cartoon die Geschichte von Picassos schwieriger Ehe.

App bringt Albertina-Kunstwerke in Bewegung

Jeder Clip dauert nur wenige Sekunden und wird von einem Kurztext begleitet. Die Bedienung ist simpel: App herunterladen (die Albertina bietet kostenloses WI-FI, Links zum Download für Android und iOS), öffnen und wie beim Fotografieren vor jene Bilder halten, die mit dem Artvive-Symbol gekennzeichnet sind. Der Ton funktioniert nur über Kopfhörer.

Er habe zu der Idee sofort Ja gesagt, erklärte Schröder. “Natürlich gibt es das Ideal von einem Museumsbesucher, der wie ein Kunstgeschichtestudent im ersten Semester hierherkommt, neugierig, bestens vorbereitet, auf der Suche nach Kontemplation. Die Realität ist aber eine andere.” Denn dieser Minderheit an Besuchern steht eine Mehrheit gegenüber, “die man abholen muss aus der Welt der ständigen Zerstreuung und Ablenkung”. Die App soll eine Hilfe sein, eine Brücke, an deren Ende “das Bild an sich” steht.

Zunächst 13 Gemälde aus der Schausammlung sind im Programm erfasst, bald sollen es deutlich mehr sein. Irgendwann wird die App vermutlich den museumseigenen Audioguide ersetzen. Die Animationen wählen von Bild zu Bild völlig unterschiedliche Zugänge. Mal wird in Details gezoomt, mal um Film- oder Fotomaterial ergänzt – Monets “Seerosenteich” etwa erwacht in Videoaufnahmen vom Original-Schauplatz Giverny -, mal tauchen Sprechblasen oder neue Figuren in den Szenen auf. Durch Picassos “Mittelmeerlandschaft” spaziert eine schwarze Katze.

(APA/Red.)

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