Kolumbianer Chaves büßte im Giro alle Chancen ein

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Simon Yates verteidigte die Giro-Führung
Simon Yates verteidigte die Giro-Führung - © APA (AFP)
Der Kolumbianer Johan Esteban Chaves hat am Dienstag auf der längsten Etappe des 101. Giro d’Italia seine Chance auf den Gesamtsieg eingebüßt. Der 28-Jährige erreichte nach 239 Kilometern von Penne nach Gualdo Tadino das Ziel erst 25:25 Minuten nach Tagessieger Mataj Mohoric (Slowenien) und fiel vom zweiten Rang weit zurück. Sein Mitchelton-Teamkollege Simon Yates fährt weiter im Rosa Trikot.

Nach dem Ruhetag kam der kletterstarke Chaves nicht in Schwung und verlor schon auf den ersten 20 Kilometern im Anstieg zur ersten Bergwertung (Höhendifferenz rund 1.000 m) den Anschluss. In einer größeren Gruppe kämpften drei Teamkollegen um den Anschluss, aber näher als rund eineinhalb Minuten kam Chaves nicht mehr an die übrigen Asse heran. Auf den letzten 100 Kilometern vervielfachte sich schließlich der Rückstand und Chaves muss sich als 39. (+25:26 Minuten) nun neue Ziele suchen.

Dem Briten Yates gelang es hingegen, seinen Vorsprung auf den nun zweitplatzierten Vorjahressieger Tom Dumoulin (Niederlande) um drei auf 41 Sekunden auszubauen. Der 25-Jährige holte dank des ersten Platzes bei einem Zwischensprint vor dem Franzosen Thibaut Pinot Bonussekunden. Der vom Steirer Georg Preidler unterstützte Pinot ist nun Gesamt-Dritter (+46 Sekunden).

Der Niederösterreicher Patrick Konrad kam mit der Favoritengruppe 34 Sekunden hinter dem Spitzen-Duo als 24. ins Ziel. In der Gesamtwertung verbesserte er sich als bester Fahrer des Bora-Teams an die elfte Stelle (+2:37 Min.).

Der frühere Unter-23-Weltmeister Mohoric war schon anfangs in einer Spitzengruppe, wurde eingeholt, kam in der Schlussphase aber erneut weg und setzte sich rund 30 Kilometer vor dem Ziel in der Abfahrt von der letzten Bergwertung entscheidend ab. Der Deutsche Nico Denz schloss auf, musste sich dem 23-Jährigen aber im Sprint geschlagen geben.

(APA)

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