Sky and Sand Donaukanal: Lokalprojekt in Wien wurde abgelehnt

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Das neue Lokal hätte gegenüber vom Flex eröffnen sollen.
Das neue Lokal hätte gegenüber vom Flex eröffnen sollen. - © APA
Gegenüber der Diskothek Flex hätte am Wiener Donaukanal durch das Projekt “Sky and Sand Donaukanal” ein Lokal mit 800 Sitzplätzen entstehen sollen. Nach Vorlage von zwei Gutachten hat der Fachbeirat für Stadtplanung und Stadtgestaltung abgelehnt.

Der Fachbeirat beruft sich bei seiner Entscheidung auf §85 Abs. 3 der Bauordnung für Wien und den derzeit gültigen Masterplan Donaukanal. Zudem betonen die Mitglieder des Beirats, dass es eine neue vertiefte Regelung zu Freiräumen, Baulichkeiten und Betriebsformen am Donaukanal brauche. Insbesondere sei dabei das Augenmerk auf die Erhaltung ausreichend großer Freiräume und Grünflächen ohne Konsumationszwang und mit öffentlicher Zugänglichkeit, sparsame Flächennutzung bei gewerblichen Anlagen und halböffentlichen Flächen und Sicherung einer ganzjährigen Attraktivität der Freiflächen und des gewerblichen Angebots zu richten.

Neues Lokal am Donaukanal abgelehnt

Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou hielt dazu fest, die Stadt Wien werde diese Entscheidung des Fachbeirates umsetzen, einem Flächentausch und der damit einhergenden Errichtung dieses Projektes an dem vom Betreiber gewünschten Standort nicht zustimmen. “Besonders freut es mich, dass der Fachbeirat ein deutliches Bekenntnis zu öffentlichem Raum und nicht-kommerzieller Nutzung abgegeben hat. Diesem Schwerpunkt haben wir bereits mit dem neuen Leitbild für den Donaukanal Rechnung getragen. Dieses Leitbild gilt es nun Schritt für Schritt umzusetzen.”

“Donaukanal ist ein Stück Freiheit”

“Die besten Plätze in unserer Stadt sollen den BürgerInnen Wiens gehören – ohne Eintritt dafür bezahlen zu müssen und so, dass sie diese Plätze selbst nutzen und gestalten können. Der Donaukanal ist in erster Linie Freiraum für alle WienerInnen. Er ist ein Stück Freiheit in der Stadt, ein urbaner Park direkt am Wasser. Diese Qualität gilt es zu erhalten und laufend zu verbessern. Das bedeutet: Was Grün- und Freiraum ist, soll auch Grün- und Freiraum bleiben – und besser nutzbar sein”, so Vassilakou weiter.

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