Stefan Kraft und Co. vor Olympia-Winter optimistisch

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Der Oberösterreicher fühlt sich wieder fit
Der Oberösterreicher fühlt sich wieder fit - © APA
Auf der Bergiselschanze in Innsbruck holen sich die ÖSV-Skispringer dieser Tage den Feinschliff für den am übernächsten Wochenende mit dem Weltcup in Wisla (17.-19. November) startenden Olympia-Winter. “Ich habe ein sehr gutes Gefühl”, meinte Cheftrainer Heinz Kuttin, der neuerlich mehrere Trainingsgruppen zu einem gemeinsamen Kurs auf der neuen Eisspur versammelt hatte.

Die Nummer 1 im Team ist Weltcupsieger und Doppel-Weltmeister Stefan Kraft. Der Salzburger fühlt sich körperlich und in puncto Sprungtechnik bestens in Schuss. “Meine Sprünge sind sehr stabil. Im Sommer waren einer oder zwei von fünf sehr gut, jetzt sind es drei oder vier. Ich bin gut vorbereitet und habe Spaß dabei”, erklärte Kraft am Mittwoch.

Mit Vierschanzen-Tournee, Skiflug-WM, Olympischen Spielen und dem Gesamt-Weltcup warten zahlreiche Höhepunkte. Für Kraft stehen die Winterspiele über allem. Die Konzentration gelte aber jeweils dem nächstliegenden Ereignis, betonte er. Der Skiflug-Weltrekordler ist zuversichtlich, dass ihm nochmals ein weiterer Schritt nach vorne gelingen werde.

“Ich möchte besser sein als im letzten Jahr. Wenn ich das Gleiche mache, dann bin ich nur noch Fünfter oder Zehnter, das geht sehr schnell. Man muss sich weiterentwickeln”, betonte der Sportsoldat. Der Auftakt auf Schnee nach dem von den Polen dominierten Sommer-GP werde spannend, sagte Kraft. “Aber ich weiß, dass ich gut drauf bin.”

Cheftrainer Kuttin freut sich über Erfolge des “Überfliegers” der vergangenen Saison, doch gemessen wird er auch an der Stärke des gesamten Teams. Zwei Asse brauchen noch etwas Zeit. Gregor Schlierenzauer ist nach einem Seitenbandeinriss im Knie rekonvaleszent und Michael Hayböck ist als weiterer Siegspringer nach einem Bänderriss im Knöchel und seither nur einer Handvoll Sprünge noch nicht in Topform. Für ihn gehe es in Polen darum, die Topform zu finden, betonte der 26-Jährige.

“Ich bin mit gewissem Respekt auf die Schanze gegangen und bin sehr happy, dass ich drei Sprünge absolvieren konnte”, sagte Hayböck. Er wird nach einigen Tagen Pause (“Das Gelenk braucht wieder etwas Ruhe”) noch eine Trainingseinheit auf einer Schanze absolvieren. Noch sei er von der Beweglichkeit im Gelenk etwas eingeschränkt, doch das werde in der kommenden Woche bis zum Start sicher besser, meinte der 26-Jährige.

Hinter dem Trio Kraft, Hayböck und Schlierenzauer sieht Kuttin den “Mittelbau” an die Spitze heranrücken. “Wir haben einige Leute, die in Richtung Top 15 bis 10 gehen, die hanteln sich rauf”, meinte der Kärntner über Athleten wie Markus Schiffner, Stefan Huber und Clemens Aigner, die beim Auftakt zum Einsatz kommen.

Routinier Manuel Fettner und Manuel Poppinger, der nach verpasster WM-Saison nach einem Kreuzbandriss zurückkehrt, vervollständigen das ÖSV-Team beim Weltcup-Auftakt.

(APA)

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