Skisprung-Legende Innauer am Ostersonntag ein “Sechziger”

Akt.:
Ein gefragter Experte in vielen Bereichen
Ein gefragter Experte in vielen Bereichen - © APA
Die Bezeichnung “Querdenker” gefällt ihm eigentlich nicht mehr. “Am liebsten ist mir ‘Selbstdenker'”, scherzte Anton Innauer jüngst im Interview mit der APA. Die Skisprung-Legende hat 2010 den ÖSV nach fast drei Jahrzehnten als Funktionär verlassen und sich seither gleich mehrere Standbeine aufgebaut. Am Ostersonntag, dem 1. April, wird der Vorarlberger 60 Jahre alt.

Innauer setzt sein Know-how heute in einer Fülle von Tätigkeiten um. “Alles, was ich im Sport und über seine Abläufe gelernt habe und weiterentwickle, das setze ich als Berater, als Sprecher, als Journalist, als Kommentator und als Unternehmer um”, bringt es der am 1. April 1958 in Bezau (Vorarlberg) geborene Innauer auf den Punkt.

Acht Jahre nach seinem Ausscheiden nach fast 30-jähriger Tätigkeit aus dem ÖSV u.a. als erfolgreicher Skisprung-Cheftrainer und auch Sportdirektor für Skisprung und Nordische Kombination ist Innauer immer noch gefragter Experte. Nicht nur in Sachen Sport, sondern auch bei Vorträgen und Seminaren im Wirtschafts- und Managementbereich.

“Für mich ist es eine gute Entwicklung, vor allem was meine Selbstbestimmtheit betrifft, die ein wesentlicher Faktor ist. Dass ich mir das leisten kann und ich so leben kann, wie ich eigentlich möchte”, ist Innauer mit seiner damaligen Weichenstellung glücklich.

U.a. gibt er in seiner Agentur “Innauer + (f)acts” in einer Mischung aus Erfahrung im Spitzensport und Leistungspsychologie sein Wissen an einige Sportler, aber eben auch an die Wirtschaft weiter. In Sachen Sport hat er u.a. ÖSV-Athletin Stephanie Brunner unter seinen Fittichen, allerdings gibt es da derzeit einen Umdenkprozess. Zu seinen Beschäftigungsfeldern gehört aber auch der Einstieg beim Getränkehersteller IXSO als Gesellschafter und auch als Testimonial. Produkte auf dem Markt zu platziert hat er bereits davor, nämlich als Autor der Bücher “Der kritische Punkt” und später “Am Puls des Erfolgs”.

Eine Erfolgsgeschichte war über weite Strecken auch seine Zeit im ÖSV. U.a. fielen die Olympischen Spiele 2006 (4 x Gold, 2 x Silber) und 2010 (2 x Gold, 3 x Bronze) in seine Amtszeit als Sportdirektor. Nicht nur deshalb drängt sich die Frage nach der anhaltenden österreichischen Springerkrise auf. “Es tut mir schon leid um dieses grandiose Konstrukt des Skispringens, diese Welt des Skispringens in Österreich, das über viele Jahre so erfolgreich war. Da spüre ich schon, dass da viel Dampf, Geist und auch Reputation heraußen ist.”

Der runde Geburtstag wird diesmal ganz still gefeiert. “Ich werde nicht in Österreich sein, sondern mit Marlene (seiner Frau, Anm.) irgendwo im Warmen unterwegs sein.” Zu einem späteren Zeitpunkt will er im kleinen Familienkreis später leise nachfeiern.

(APA)

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen