Ski-WM: Herren-Super-G abgesagt

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Reichelt und Mayer sind auf Attacke eingestellt
Reichelt und Mayer sind auf Attacke eingestellt
Die alpine Ski-WM in den USA hat bereits am zweiten Wettkampftag die erste Absage erlebt. Der für den heutigen Mittwoch geplant gewesene Super-G der Herren konnte wegen Schlechtwetters nicht durchgeführt werden.

In Beaver Creek setzte in den Morgenstunden starker Schneefall und neuerlich starker Wind ein, zudem war die Birds-of-Prey-Piste in Nebel gehüllt. Das Rennen soll nun am Donnerstag (19.00 Uhr MEZ) nachgeholt werden. Offiziell bestätigt soll dies aber erst im Rahmen der Mannschaftsführersitzung (2.00 Uhr MEZ) werden.

ÖSV-Herren zuversichtlich

Österreichs Ski-Herren starten mit viel Zuversicht in ihren ersten Bewerb bei der Ski-WM in Vail/Beaver Creek. Im Super-G am Donnerstag machen sich mit Hannes Reichelt, Matthias Mayer, Georg Streitberger und Otmar Striedinger alle vier ÖSV-Asse berechtigte Medaillenhoffnungen. Zu den Topfavoriten zählen neben Reichelt und Mayer vor allem der Norweger Kjetil Jansrud und der Italiener Dominik Paris.

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Zusätzlich Pfeffer erhält die Medaillenjagd durch die voraussichtlichen Comebacks von Aksel Lund Svindal und Bode Miller. Die zuletzt verletzt gewesenen Stars aus Norwegen und den USA wollen auf der “Birds of Prey”-Piste ihre ersten Renneinsätze in diesem Winter absolvieren. Titelverteidiger ist Ted Ligety, der US-Amerikaner hat jedoch seit seinem Sensationscoup 2013 in Schladming kein Podestergebnis in dieser Disziplin zustande gebracht.

ÖSV-Coach steckt den Kurs

“Wir haben eine sehr gute Mannschaft am Start. Ich bin zuversichtlich, dass wir um die Medaillen mitmischen können”, sagte Herren-Cheftrainer Andreas Puelacher vor dem ersten WM-Rennen seiner Ära. Als Kurssetzer fungiert mit Florian Winkler ein ÖSV-Coach. “Eine Abfahrt für den Jansrud werden wir klarerweise nicht setzen. Ein paar Kurven werden schon dabei sein”, kündigte Puelacher an.

Hannes Reichelt als Favorit gehandelt

Die Super-G-Generalprobe in Beaver Creek endete am 6. Dezember 2014 mit einem Sieg des Salzburgers Reichelt. Der 34-Jährige, der gleich drei seiner bisher neun Weltcup-Erfolge auf der aktuellen WM-Strecke feierte, hat kein Problem, dass er als Favorit gehandelt wird. “Wenn man auf die Statistik schaut, dann liegt es auf der Hand, dass ich zu den Favoriten zähle. Mir taugt es hier in Beaver Creek einfach”, sagte der Super-G-Vizeweltmeister 2011.

Auf die Frage nach den Gründen für seine Vorliebe für Colorado meinte Reichelt: “Es wird immer behauptet, dass mir der Schnee hier so gut liegt. Aber es ist vor allem die Strecke. Da ist einfach alles drinnen, was ein cooles Rennen zu bieten haben muss.” Unter Erfolgsdruck sieht sich Reichelt keinesfalls. “Ich habe meine WM-Medaille schon daheim. Ich muss dieser Medaille nicht mehr nachlaufen. Mein Ziel ist, einen richtig coolen Lauf zu zeigen.”

Kein Schnee für Olympiasieger Mayer

Mayer ist der einzige aus dem ÖSV-Quartett, der es in Beaver Creek noch nie aufs Super-G-Podest geschafft hat. “Das möchte ich ändern”, erklärte der Abfahrts-Olympiasieger. Der 24-jährige Kärntner hatte sich nach der Anreise bei der Eingewöhnung an den US-Schnee schwergetan. “Ich muss ehrlich sagen, dass ich wirklich zu kämpfen hatte. Aber ich glaube, dass ich gute Lösungen gefunden habe und zuversichtlich ins Rennen gehen kann.”

Streitberger hat in Beaver Creek schon gewonnen

Streitberger hat mit Rang drei zuletzt in Kitzbühel jede Menge Selbstvertrauen getankt. “Natürlich war das für die WM extrem wichtig. Meine Formkurve passt, Hang und Schnee liegen mir hier zudem. Klar, dass ich heiß auf eine Medaille bin”, meinte der Salzburger, der noch ohne Medaille bei einem Großereignis ist. Der 33-Jährige hat 2010 den Super-G in Beaver Creek gewonnen und liebt die Strecke wegen ihres hohen Schwierigkeitsgrades. “Dieser Super-G ist technisch extrem anspruchsvoll. Dadurch fallen schon einmal viele Konkurrenten weg.”

Auch Striedinger liegt die “Birds of Prey”

Auch Striedinger hat eine ganz spezielle Beziehung zur “Birds of Prey”. Hier hat der Kärntner im Dezember 2013 mit Rang zwei im Super-G sein bis dato einziges Podestergebnis im Weltcup geholt. “Jeder einzelne, der am Mittwoch an den Start geht, will eine Medaille holen. Ich natürlich auch. Ich werde versuchen, mein Bestes abzurufen und dann schauen wir, was rauskommt”, sagte der 23-Jährige.

Alle gegen “Super-Elch” Jansrud

Der uneingeschränkte Speed-König im bisherigen Winter ist aber Jansrud. Der neue “Super-Elch” hat zwei der bisher vier Saison-Super-Gs gewonnen und führt auch den Disziplinen-Weltcup an. “Ich werde versuchen, genau das gleiche wie in den Weltcup-Rennen zu machen: schnell skifahren”, berichtete der 29-Jährige gelassen.

(APA)

 

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