Simon Eder bei Weltcup-Finale im Massenstart Dritter

Starkes Saisonfinish für den Salzburger
Starkes Saisonfinish für den Salzburger - © APA (AFP/Archiv)
Simon Eder hat am Sonntag den Biathlon-Weltcup mit einem Podestplatz abgeschlossen. Der 34-Jährige klassierte sich im 15-km-Massenstart-Bewerb in Oslo nach einer Strafrunde an dritter Stelle (+32,4) und bestätigte damit den Gewinn von WM-Bronze in Hochfilzen. Der Franzose Martin Fourcade hatte den sechsten Gesamtsieg schon länger fixiert, mit dem 14. Saisonerfolg stellte er den Rekord ein.

Fourcade triumphierte mit fehlerfreier Leistung am Schießstand 17,4 Sekunden vor Andrejs Rastorgujevs (2 Fehlschüsse). Der Lette hatte Eder 1,5 Kilometer vor dem Ziel distanziert und stand erstmals auf dem Podest. Der 63. Weltcupsieg Fourcades stand allerdings erst nach einem Jury-Beschluss fest, nachdem er vor dem ersten Schießen von außen und nicht von einem Offiziellen ein Magazin zugeworfen bekommen hatte. 14 Saisonsiege hatte zuvor nur die Schwedin Magdalena Forsberg 2000/01 geschafft.

Eder hielt trotz seines einzigen Fehlers im ersten Stehend-Schießen den vierten Zwischenrang und verließ den letzten Schießstand sogar als Zweiter. “Der Nuller zum Schluss ist eben extrem viel wert”, sagte der Salzburger, den aber die Runde zuvor viel Kraft gekostet hatte. “Das war echt am Limit, daher war am Ende nicht mehr viel drinnen”, sagte Eder. “Ein Podestplatz beim Finale ist natürlich super. Die letzten vier Wochen waren insgesamt einfach unfassbar und mehr als nur ein versöhnlicher Abschluss nach dem vermurksten Saisonbeginn.”

Eder schloss die Saison nur als 13. ab, bestplatzierter Österreicher war Julian Eberhard als Sechster. Der zweifache Saisonsieger musste sich im Massenstart mit dem 26. Platz begnügen. Dominik Landertinger wurde beim Finale 16.

Bei den Damen schloss Lisa Theresa Hauser die Saison mit einem 21. Platz im Massenstart ab, nachdem sie am Samstag als Fünfte der Verfolgung ihr bisher bestes Weltcup-Resultat eingestellt hatte. “Ich bin richtig glücklich über die Ergebnisse dieser Saison”, freute sich die 23-Jährige nach dem 15. Gesamtrang. Das Abschneiden bei den Titelkämpfen in Hochfilzen war freilich ein großer Wermutstropfen. “Es ist ärgerlich, dass es gerade bei der Heim-WM nicht funktioniert hat. Aber das war nicht ich selbst”, sagte Hauser im ORF-Fernsehen.

Die Tschechin Gabriela Koukalova kam am Sonntag auf den zweiten Platz hinter der Norwegerin Tiril Eckhoff und fing in der Disziplinwertung die führende Deutsche Laura Dahlmeier so wie zuvor im Sprint noch ab. Die fünffache Weltmeisterin aus Bayern kam über Rang neun nicht hinaus, holte aber die Trophäen für die Gesamtwertung, Verfolgung und Einzelbewerb.

(APA)

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