Signa-Gruppe investiert trotz Kritik an Sonntag-Ladenschluss in Wiener City

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Das "Goldene Quartier" in der Wiener City läuft hervorragend.
Das "Goldene Quartier" in der Wiener City läuft hervorragend. - © APA
Die Signa-Gruppe von Rene Benko will bei ihren Investments weiter stark auf die Wiener City setzen, vor allem mit dem Fokus auf kombinierte Einzelhandels- und Gastronomie-Standorte. Kritik hagelt es dabei jedoch am sonntäglichen Ladenschluss.

Das von Signa forcierte “Goldene Quartier” von Kärntner Straße, Graben und Kohlmarkt in Wien laufe hervorragend, dort gebe es ein Viertel der Einzelhandelsumsätze Österreichs, so Signa-Prime-CEO Christoph Stadlhuber. Der sonntägliche Ladenschluss in Wien sei jedoch fatal, das spüre die Hotellerie – in der sich Signa ebenfalls betätigt – zuerst.

Signa-Chef kritisiert Sonntag-Ladenschluss in Wien

Es greife sich jeder auf den Kopf, dass es in Österreich zwar 853 Sonntagsöffnungszonen aus touristischen Gründen gebe, davon aber keine einzige in Wien, kritisierte Stadlhuber am Montagabend. Zumindest in bestimmten Gegenden im 1. Bezirk, in der Mariahilfer Straße und bei Schönbrunn sollte das doch möglich sein, meinte er: “Es geht uns nicht so gut, um auf solche Vorteile, die Wien zu bieten hat, zu verzichten.”

Die Signa Prime Selection AG, die Immobilien im Wert mehrerer Milliarden Euro im Portfolio und weitere Milliarden-Volumina in der Pipeline hat, beschäftigt an sechs Standorten 130 Mitarbeiter im Immo-Bereich, damit kein attraktiv erscheinender Deal übersehen werden kann. “In Wien zum Beispiel geht mittlerweile kein nennenswerter Immobilien-Deal mehr an uns vorbei”, so Stadlhuber. Außerdem hat Signa 20 Luxus-Marken nach Wien geholt, 18 davon seien dadurch überhaupt erstmals hier vertreten.

Trend geht auch in Wiener Innenstadt Richtung Wohnen

Abgesehen von Einzelhandels-, Gastro- oder Hotel-Standorten hält der Prime-Selection-CEO auch Büros für attraktiv. Derzeit gebe es in Wien eigentlich keinen Developer, der großvolumig Büroflächen neu produziere. Voriges Jahr sei die Büro-Neuflächenproduktion in der Bundeshauptstadt auf 64.000 Quadratmeter abgesackt, weniger als halb so viel wie 2015. Der ganze Zug fahre derzeit Richtung Wohnen, das sei angesichts eines zusätzlichen Bedarfs von 12.000 bis 13.000 Wohnungen pro Jahr auch verständlich.

Das Luxushotel Park Hyatt Vienna an der Nobeladresse Am Hof in der Wiener Innenstadt verzeichne “sensationelle Auslastungszahlen und Room Rates”, so Stadlhuber. Ähnlich realisiert Signa gemeinsam mit Hyatt nun das Lifestyle-Boutique-Hotel Andaz am Belvedere Vienna beim Hauptbahnhof. Direkt daneben sollen die von Stararchitekt Renzo Piano geplanten Park-Apartments am Belvedere hinkommen.

(APA/Red)

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