Sieg über Russland: Doppler/Horst im Finale der Beach-Volleyball-WM in Wien

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Clemens Doppler steht mit Alex Horst im Finale der Beach-Volleyball-WM in Wien.
Clemens Doppler steht mit Alex Horst im Finale der Beach-Volleyball-WM in Wien. - © Joerg Mitter/ Swatch Beach Volleyball Major Series/ Red Bull Content Pool
Österreichs Topduo Clemens Doppler/Alexander Horst schlägt im Halbfinale die als Nummer 6 gesetzten Russen Viacheslav Krasilnikov/Nikita Liamin und trifft im Endspiel auf Evandro Gonçalves/André Loyola aus Brasilien.

Clemens Doppler und Alexander Horst stehen sensationell im Finale der Beach-Volleyball-WM! Die beiden fixierten am Sonntag vor erneut voll besetzten Tribünen auf der Wiener Donauinsel mit einem 2:0 (20,19)-Halbfinalerfolg gegen die Russen Viacheslav Krasilnikov/Nikita Liamin Österreichs erste Medaille in der WM-Geschichte. Um Gold geht es ab 15:00 Uhr gegen die Brasilianer Evandro/André Loyola.

Krasilnikov/Liamin spielen ab 13:45 Uhr gegen die Niederländer Christiaan Varenhorst/Maarten van Garderen um Bronze. Das niederländische Wildcard-Duo war unerwartet in die Vorschlussrunde gekommen, in der sie bei einem 0:2 (-15,-13) gegen Evandro/André Loyola aber ohne Chance waren. Schon während dieser Partie waren die Tribünen recht gut gefüllt, trotz starken Regens waren sie beim Start des Doppler/Horst-Matches voll.

Clemens Doppler: “Es klingt nicht real”

“Es klingt nicht real. Ich weiß nicht, was ich sagen soll”, sagte Doppler im ORF-Interview. “Wir spielen gegen Brasilien, die Beach-Volleyball-Macht, in einem WM-Finale.” Der sonst so cool agierende Horst stimmte in die Jubel-Arien mit ein: “Unglaublich, Heim-WM, im Finale. Wir werden alles geben, um dieses Sommermärchen noch länger zu haben. Wir genießen das.”

Die beiden Lokalmatadore starteten entfesselt mit einer 3:0-Führung und gerieten später im Satz nur einmal in Rückstand (12:13). Das rot-weiß-rote Gespann überzeugte mit komplettem Spiel. Da war aggressives Spiel, mit Assen – vor allem von Horst – belohntes Risiko beim Service, starke Blocks von Doppler, aber auch viele Punkte mit Köpfchen. Nicht selten wurde mit gefühlvollen Hebern über den Block von Ljamin reüssiert.

Der Satzgewinn wurde bei der zweiten Möglichkeit mit einem Service-Winner von Horst fixiert, und in dieser Tonart ging es im zweiten Durchgang weiter. Doppler/Horst steigerten sich in einen Spielrausch, zeigten gegen die keinesfalls schwachen Gegner Weltklasse-Bälle. Die Fans tobten. Nach zwischenzeitlichem Ausgleich gab es bei 20:17 drei Matchbälle. Die ersten beiden wurden noch abgewehrt, der dritte saß, “das Stadion stand Kopf”.

Brasilianer im Finale Favoriten

Heuer im Februar zum Saisonauftakt beim Major-Turnier in Fort Lauderdale war das ÖVV-Duo gegen Evandro/André Loyola in der Zwischenrunde mit einem 1:2 (-17,15,-13) ausgeschieden. Die Südamerikaner kamen als Gruppensieger in die WM-K.o.-Phase und galten daher Favoriten. Es geht um Brasiliens siebentes Gold bei den Herren in insgesamt elf WM-Turnieren. Doppler: “Wir sind wieder einmal Underdog.”

Es komme auf die Tagesverfassung an, aber die sei sehr gut. “Alles nach dem Achtelfinale war schon Draufgabe. Wir müssen riskieren, mit dem Service Druck machen, unser Side-Out halten”, erklärte der 36-Jährige. “Gut regenerieren, schnell essen. Regeneration, Taktikbesprechung, Aufwärmen, Spielen. Jetzt sind wir in einem Tunnel drinnen. Wir sind jetzt im Flow seit einer Woche drinnen.” Horst: “Jetzt haben wir die Medaille und können halbwegs locker spielen.”

(APA, Red.)

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