Sieben Tote bei Luftangriffen in Syrien

Bei Luftangriffen auf die von Rebellen kontrollierte Nordwestprovinz Idlib in Syrien sind mindestens sieben Zivilisten in der Stadt Khan al-Sabil getötet worden, darunter fünf Kinder. Das teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London am Dienstagabend mit. In Maaret al-Nouman sei zudem das Khan-Murad-Pasha-Museum teilweise zerstört worden.

Das Museum habe in den Jahren 2011 und 2012 als Hauptquartier für die Regierungstruppen gedient, die die Exponate gestohlen hätten. Später sei es in die Hände der Rebellen gefallen, erklärte der Chef der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman. Heute gebe es in dem Museum nur noch Statuen, die schwer zu bewegen seien. Idlib ist die einzige Provinz in Syrien, die noch von Rebellen kontrolliert wird.

Kampfflieger der Regierung und Russlands haben im vergangenen Monat ihre Angriffe auf den Nordwesten des Landes intensiviert. Nach dem Sieg über die Terrormiliz “Islamischer Staat” (IS) konzentriert sich Russland eigenen Angaben zufolge derzeit auf die Vernichtung des Al-Kaida-Ablegers Fatah al-Sham, eine Gruppe, die früher unter dem Namen Al-Nusra-Front auftrat. Fatah al-Sham ist ein Gegner der Regierungstruppen des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad.

(APA/dpa)

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