Sieben Monate für dreiste Benzin-Diebe

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Möglicherweise auf Grund der hohen Treibstoffpreise versuchten zwei Männer den beinahe leeren Tank ihres Mercedes möglichst kostengünstig aufzufüllen.

Mit einem drei Meter langen Schlauchstück und einem zehn Liter-Kanister „bewaffnet“, wurden sie in der Nacht zum 10. August von einer zufällig vorbeikommenden Polizeistreife auf einem Parkplatz in Wien-Donaustadt beim Bemühen beobachtet, Benzin aus einem geparkten Pkw „abzuzapfen“. Nun folgte das gerichtliche Nachspiel.

„Ich hatte Angst, dass mir der Benzin ausgeht. Ich hatte Angst, dass ich dann im Tunnel zum Stillstand komme“, verriet der Mercedes-Besitzer im Straflandesgericht. Um nachzudenken, habe er am Parkplatz Halt gemacht. Da sei dann plötzlich ein unbekannter Wohltäter auf ihn zugekommen und habe ihm großzügigerweise ein bisschen Benzin aus seinem Auto angeboten. „Ich hätte nur zwei Liter gebraucht“, versicherte der Mann. Sein Beifahrer bestätigte diese „völlig unglaubwürdige Geschichte“, wie Richterin Claudia Bandion-Ortner daran anschließend feststellte.

In Wahrheit hatten sich die Männer ins Gebüsch geflüchtet, als sie die Polizei bemerkten. Der eine trug noch Einweghandschuhe, das Schlauchstück, das er in Händen hielt, roch verdächtig nach Benzin, und der abgebrochene Tankdeckel des Skoda, der offenbar „geleert“ werden sollte, lag hastig hingeworfen am Boden. Von dem vorgeblich dritten Mann fehlte jede Spur.

Die Täter wurden wegen versuchten Einbruchsdiebstahls zu je sieben Monaten bedingter Haft verurteilt. Sie ersuchten um Bedenkzeit, die Strafen sind daher nicht rechtskräftig.

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