Sicherheitswarnung für Türkei

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Angesichts der Unruhen in den Kurdengebieten und jüngster Bombenanschläge bekräftigt das Außenministerium in Wien seine Hinweise auf die „erhöhte Sicherheitsgefährdung“ in der Türkei.

„Im Osten und Südosten der Türkei kommt es immer wieder zu Zusammenstößen zwischen der PKK und türkischen Sicherheitskräften. Unter anderem kam es Ende März 2006 nach der Beisetzung von vier kurdischen Separatisten in der Provinz Diyarbakir zu Ausschreitungen, die mehrere Todesopfer forderten“, heißt es auf der Homepage des Ministeriums.

In den südöstlichen Provinzen Diyarbakir, Hakkari, Sirnak und Tunceli müsse man weiterhin von einem erhöhten Sicherheitsrisiko ausgehen. Reisen in diese Region sollten auf ihre Notwendigkeit geprüft werden, so das Außenamt, das auch auf die Sprengstoffanschläge in größeren Städten hinwies: so am 9. Februar 2006 auf ein Internet-Café und am 13. Februar 2006 auf einen Supermarkt in Istanbul. Der jüngste Anschlag auf eine Bushaltestelle in Istanbul mit einem Toten und elf Verletzten fand sich Freitag Abend noch nicht auf der Außenamtshomepage.

Das Außenministerium warnte zugleich, dass auch andere gewaltsame Aktionen im Jahr 2005 und 2006 eine weiterhin angespannte Sicherheitslage im gesamten Land signalisierten, einschließlich der touristischen Zentren. „Die Sicherheitsvorkehrungen wurden überall verstärkt. Weitere Anschläge können jedoch nicht ausgeschlossen werden“, wird auf der Homepage betont.

Weiters heißt es dort: „Die Sicherheitssituation in Istanbul hat sich auf Grund der anhaltenden Wirtschaftskrise dramatisch verschlechtert. So wurden in den vergangenen Jahren auch österreichische Touristen bzw. Touristinnen vermehrt Opfer dieser erhöhten Kriminalität.“ Besondere Vorsicht sei „nunmehr für Frauen geboten, die alleine oder in Begleitung einer Freundin in Istanbul ausgehen (Möglichkeit von Vergewaltigungen).“

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