Sicherheitsbericht 2016 zeigt: Zahl der Verurteilungen erneut zurückgegangen

Laut dem aktuellen Sicherheitsbericht wurden 2016 weniger Personen strafgerichtlich verurteilt.
Laut dem aktuellen Sicherheitsbericht wurden 2016 weniger Personen strafgerichtlich verurteilt. - © APA (Sujet)
Der Sicherheitsbericht für das Jahr 2016 zeigt, dass die Anzahl der strafgerichtlichen Verurteilungen erneut rückläufig ist. Die Kriminalität bleibt weiterhin zu einem großen Teil männlich bestimmt.

Die Zahl der strafgerichtlichen Verurteilungen ist erneut zurückgegangen. Das geht aus dem nun veröffentlichten Sicherheitsbericht für das Jahr 2016 hervor. 30.450 Verurteilungen entsprechen einem Minus von 5,2 Prozent im Vergleich zum Jahr 2015. Gegenüber 2005 mit einem Höchststand von 45.691 Verurteilungen ist deren Zahl um ein Drittel gesunken.

30.450 strafgerichtliche Verurteilungen im Jahr 2016

Die Kriminalität ist weiterhin zu einem großen Teil männlich bestimmt: Nur 14,3 Prozent der Verurteilten waren Frauen, der Prozentsatz hat sich in den vergangenen Jahren kaum verändert.

Weniger Verurteilungen 2016

Praktisch unverändert blieb auch der Anteil der Jugendlichen mit 6,5 und jener der sogenannten jungen Erwachsenen mit 11,6 Prozent. Sukzessive gestiegen ist in den vergangenen Jahren der Anteil der Ausländer, dieser hat 2016 einen Höchststand erreicht. 41,1 Prozent der Verurteilungen betrafen Nicht-Österreicher, um 1,1 Prozentpunkte mehr als 2015 und um rund acht Prozentpunkte mehr als 2012.

33,8 Prozent der Verurteilungen wegen Vermögensdelikten

Wie viele Straftaten jeder schuldig gesprochene Angeklagte begangen hat, geht aus der Statistik nicht hervor. Statistisch gesehen wurde bei jeder Verurteilung über 1,5 Delikte – also Verstöße gegen unterschiedliche Rechtsnormen – entschieden. Bei Jugendlichen waren es 1,9 Delikte.

33,8 Prozent der Verurteilungen erfolgten wegen Vermögensdelikten, 17,7 Prozent wegen Delikten gegen Leib und Leben, 15,4 Prozent wegen Suchtmitteldelikten und 2,4 Prozent wegen solchen gegen die sexuelle Integrität und Selbstbestimmung. Die Unterschiede zum Vorjahr sind marginal.

(APA/Red)

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