Sharon: Krankenhaus dementiert Berichte

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Sharon: Krankenhaus dementiert Berichte
Das Hadassah-Krankenhaus Ein Kerem in Jerusalem hat Medienberichte dementiert, denen zufolge der seit fast zwei Wochen im Koma liegende Ministerpräsident Ariel Sharon erstmals wieder die Augen geöffnet hätte.

Die Sprecherin Yael Bosem-Levy sagte, Angehörige Sharons hätten ein „Flattern der Augenlider“ als Öffnen der Augen interpretiert. Der Zustand Sharons sei unverändert. Die medizinische Bedeutung der Lidbewegungen müsse noch geklärt werden.

Angeblich habe der Regierungschef die Augen für mehrere Sekunden geöffnet, nachdem ihm ein Tonband mit der Stimme seines Enkels vorgespielt worden sei, sagte ein Arzt am Jerusalemer Hadassah-Krankenhaus Ein Kerem am Montag der Nachrichtenagentur AFP. „Er hat eine Aufnahme von seinem Enkel gehört und man konnte Tränen in seinen Augen sehen, bevor er sie wieder geschlossen hat“, berichtete der Arzt.

Sharon hatte am 4. Jänner einen Schlaganfall erlitten und war seither drei Mal notoperiert worden. „Wenige Menschen im Alter Sharons sind wieder zu Bewusstsein gekommen nach einer so massiven Hirnblutung, wie sie der Premierminister erlebt hat, insbesondere nach drei Operationen“, sagte ein namentlich nicht genannter Intensivmediziner und Koma-Experte der Tageszeitung „Haaretz“ (Montagsausgabe).

„Er wird sein Bewusstsein nicht völlig wieder erlangen. Vielleicht wird er wieder selbstständig atmen, aber er wird schwer behindert bleiben“, sagte der Mediziner der Zeitung. Demnach wird sich kommende Woche entscheiden, ob Sharon wieder zu Bewusstsein kommen kann. Die behandelnden Ärzte im Jerusalemer Hadassah-Krankenhaus Ein Kerem hatten sich vorige Woche noch optimistisch bezeigt, was das betrifft. Bisher hat der Patient auf mechanische Reize durch Bewegung seiner Gliedmaßen reagiert. Zudem wurde in beiden Gehirnhälften Sharons Aktivität festgestellt.

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