Seltenes Blaukehlchen brütet erstmals am Mattsee

Akt.:
0Kommentare
Die seltene Vogelart konnte durch Pflege der Landschaft wieder an den Mattsee gelockt werden. Die seltene Vogelart konnte durch Pflege der Landschaft wieder an den Mattsee gelockt werden. - © LPB/ Höfelmaier
Dieses Jahr brütete erstmals das seltene Weißsternige Blaukehlchen in Mattsee (Flachgau). Das von der Europäischen Union, dem Land Salzburg und der Gemeinde Mattsee finanzierte Landschaftspflegeprojekt “Alte Überfuhr” zeigt bereits Erfolge.

Die Vogelart siedelte sich im Altschilf der Alten Überfuhr an und nutzt die insektenreichen Streuwiesenbereiche dieses Gebiets, das zwischen Obertrumer See und Mattsee liegt, zur Futtersuche.

Passender Lebensraum geschaffen

“Durch das Landschaftspflegekonzept konnte dieser für viele Pflanzen und Tiere wertvolle Lebensraum erhalten beziehungsweise neu geschaffen werden. Der Brutnachweis des Blaukehlchens zeigt, dass dieses Projekt der Naturschutzabteilung des Landes in enger Kooperation mit der Gemeinde Mattsee erfolgreich ist”, sagte kürzlich Naturschutzreferent Landesrat Sepp Eisl.

Werbung

Seit einigen Jahren werden im Bereich der Alten Überfuhr vom Naturschutz in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Mattsee Landschaftspflegearbeiten durchgeführt. Koordiniert durch die Schutzgebietsbetreuerin Elisabeth Ortner wurde im ersten Schritt das Gebiet von Büschen befreit und anschließend mit einem Spezialgerät gemäht. Dabei handelt es sich um ein Kettenfahrzeug, das im Winter als Pistenraupe und im Sommer als Mähgerät für schwer zu bewirtschaftende, ökologisch wertvolle Streuwiesenflächen verwendet wird.

Bedrohte Vogelarten am Mattsee

Mit Hilfe dieses Spezialmähgerätes war es möglich, die Streuwiesenlandschaft im Bereich der Uferwiesen zwischen Obertrumer See und Mattsee wiederherzustellen und für das Weißsternige Blaukehlchen einen optimalen Lebensraum zu schaffen. Neben dem seltenen Blaukehlchen konnten auf den Pflegeflächen weitere bedrohte Vogelarten wie der Baumfalke, der Rohrammer, der Rotfußfalke und der Teichrohrsänger nachgewiesen werden.



Leserreporter
Feedback
0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen