Seifenoper Fortelni vs. Fortell: Brüder streiten vor Gericht

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Albert Fortell und Bruder Marius Fortelni vor Gericht
Albert Fortell und Bruder Marius Fortelni vor Gericht - © APA
In der Seifenoper rund um den Streit um das Erbe der Mutter sind am Donnerstag Schauspieler Albert Fortell (geborener Fortelni) und sein Bruder Marius Fortelni erstmals vor Gericht aufeinandergetroffen.

Neue Fakten kamen bei der Anhörung von Albert Fortell zwar nicht zutage, dafür hatte Richterin Elisabeth Bartholner alle Hände voll zu tun, die aufgeheizte Stimmung zu schlichten.

Zur Vorgeschichte: Marius Fortelni, der in den USA eine kleine Immobilienfirma und die Internetseite http://www.albertfortellhatmichbetrogen.com/ betreibt, beschuldigt seinen Bruder, ihn um seinen Anteil an dem Drei-Millionen-Euro-Erbe der Mutter gebracht zu haben. Fortell wies dies stets zurück. Außerdem sei von dem Geld außer Schulden sowieso nichts mehr übrig, nachdem ihn sein Bruder – als “die Mutter noch nicht einmal beerdigt war” – sofort zu einem Immobiliengeschäft in Österreich überredet hatte. “Das ging voll den Bach runter”, meinte Fortell.

Das Ungemach im Hause Fortelni ist auf eine Schenkung der Immobilien an Albert Fortell noch zu Lebzeiten der Mutter zurückzuführen. “Sie wollte sichergehen, dass sie die Immobilien im Alter nicht verliert”, sagte Fortell. Die Einnahmen aus den Wohnungen habe sie bis zu ihrem Tode erhalten. Sein Bruder wurde laut in die Schenkung nicht miteinbezogen, weil er “immer wieder Probleme hatte und große finanzielle Zuwendungen” von der Mutter bekommen hat.

Marius wollte dies so nicht stehen lassen. “Lügner, Lügner! Das ist so gelogen, Frau Rat”, machte er sich Luft. Und kassierte umgehend eine Maßregelung: “Sie sind gar nicht geladen und stören ständig. Wenn Sie so weitermachen, müssen Sie rausgehen”, sagte Richterin.

Zu einem Ergebnis kam es am Donnerstag nicht einmal annähernd. Die Richterin muss überhaupt erst entscheiden, inwieweit die Klage überhaupt verhandelt wird. Für Fortell war es dennoch genug: “Ich habe diese Fratze von meinem Bruder so nicht gekannt”, sagte der nach der Anhörung.

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