Sechs Cannabis-Aufzuchtanlagen in Wien und Niederöstereich entdeckt

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Großer Drogenfund für die Wiener Polizei
Großer Drogenfund für die Wiener Polizei - © LPD Wien
Nach komplexen Ermittlungen konnte die Polizei eine große Menge Cannabis in insgesamt sechs Aufzuchtanlagen in Wien und Niederösterreich sicherstellen, zwei Männer wurde verhaftet.

Als Ausgangspunkt gilt der verdächtige Geruch aus einem ehemaligen Gassenlokal in der Burggasse, den  Beamte im Zuge einer Suchtmittelstreife am 9. März 2017 wahrnahm.

Cannabis und Aufzuchtanlagen entdeckt: Zwei Personen verhaftet

Nach der Befragung eines 51-Jährigen im Lokal gab dieser zu, im Untergeschoß eine Aufzuchtanlage zu betreiben. 149 Cannabispflanzen mit rund 6.300 Gramm Cannabis (Blütenstand) und weitere abgeerntete 306 Gramm des Suchtmittels konnte nach Überwindung einer Bodenplatte vorgefunden werden. Im Fahrzeug des befragen Mannes konnten weiters 112 Gramm fertig verpacktes Cannabis sowie eine Gaspistole, einen Pfefferspray und drei Einhandbetätigungsschusswaffen (kleinere Schusswaffen) sichergestellt werden.

Weitere Ermittlungen über Schlüsselbund

Über den Schlüsselbund des 51-Jährigen konnte die Polizei nach schwierigen Ermittlungen weitere fünf Adressen in den Bezirken 3, 7 und 19 sowie im niederösterreichischen Velm ausmachen. Bei den Durchsuchungen in jenen Wohnungen, Werkstätten und Kleingartenhäuser, die teilweise mit verschleierten Besitz- bzw. Mietverhältnissen angemietet wurden, fanden Ermittler 423 Cannabispflanzen mit ca. 13.550 Gramm Cannabis (Blütenstand), sowie weitere abgeerntete ca. 3.100 Gramm Cannabis, ca. 15 Gramm Cannabisharz, 94 Gramm Kokain, 115 Gramm Amphetamin („Speed“), Streckmittel, 100 Patronen des Kalibers 357 Magnum und ca. 1.800 Euro Bargeld.

In einer durchsuchten Wohnung im dritten Bezirk wurde zudem ein mutmaßlicher 50-jähriger Mittäter des Beschuldigten festgenommen, der den Anbau, jedoch nicht den Verkauf des Suchtmittels zugab. Der 51-Jährige Tatverdächtige schweigt zu den Vorwürfen des Suchtmittelhandels, beide befinden sich in Untersuchungshaft, weitere Ermittlungen zu möglichen Zwischenhändlern bzw. Abnehmern werden vorgenommen. Der Straßenverkaufswert der Drogen beläuft sich auf rund 200.000 Euro.

(Red.)

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