SeaWorld: Dem Tod knapp entronnen – Killerwal attackiert Trainer

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Schockierendes Video aus den USA zeigt den Überlebenskampf eines SeaWorld-Trainers. Schockierendes Video aus den USA zeigt den Überlebenskampf eines SeaWorld-Trainers. - © YouTube
Dramatische Szenen spielten sich während einer Vorstellung im SeaWorld-Park San Diego in Kalifornien ab. Trainer Ken Peters wurde während der Show von Orca-Weibchen Kasatka attackiert und unter Wasser gezogen, 15 Minuten musste das Publikum den Überlebenskampf des Trainers hilflos mit ansehen.

Aufgenommen wurde das Video bereits im November 2006, wegen eines Rechtsstreits gelangte es jedoch erst jetzt an die Öffentlichkeit. Das US-Arbeitsministerium ermittelt bereits seit längerem gegen SeaWorld. Der Vorwurf: Die Trainer würden einem zu großen Risiko ausgesetzt. Mit einem solchen Koloss gemeinsam im Wasser eine Show abzuziehen, sei ganz einfach zu gefährlich. 

Überlebenskampf unter Wasser

Das nun veröffentliche Video beginnt mit unscheinbaren Szenen, die Show fängt wie jede andere an. Trainer Ken Peters animiert das Orca-Weibchen, aus dem Pool zu springen. Sie folgt den Anweisungen. Lachend und klatschend stehen die anderen Domteure am Rand des Beckens. Das Drama beginnt, als Peters in den Pool springt. Kasatka schnappt sich den Fuß des Trainers und zieht ihn unter Wasser. Ein rund 15-minütiger Überlebenskampf beginnt. Die Unterwasserkamera zeigt, wie Kasatka sich in den Fuß des Trainers verbeißt und ihn mit aller Kraft hin und herschüttelt. Als das Weibchen ihren Trainer kurz an die Wasseroberfläche lässt, versucht er sie zu beruhigen, streichelt ihr den Rücken. Und es scheint, als würde es ihm sogar gelingen – doch dann beginnt das dramatische Schauspiel von vorne. Das Raubtier zieht ihn am Bein unter Wasser und lässt ihn nicht mehr an die Oberfläche. Die Crew am Rande des Beckens muss zusehen, denn der Orca zieht ihn in die Mitte des Beckens, fernab von jeder Hilfe. Erst nach einiger Zeit gelingt es ihm, sich zu befreien. Offensichtlich am Ende seiner Kräfte versucht der Trainer, das Tier zu beruhigen – bis es endlich seinen Fuß loslässt. “Pass auf, sie kommt über das Netz”, soll ihm jemand zugerufen haben. Peters schwimmt an Land und versucht, kaum Boden unter den Füßen, mit gebrochenem Bein zu fliehen. Umgehend eilen ihm zwei weitere Trainer zu Hilfe, der Mann sinkt zu Boden und bleibt entkräftet liegen.

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Nach Angaben von “New York Times”-Journalist David Kirby hatte Kasatka damit bereits das dritte Mal einen Trainer attackiert und sich auffallend aggressiv verhalten. SeaWorld selbst spielt den Vorfall jedoch gefliessentlich herunter: “Das passiert. Es sind Killerwale. Kasatka hat versucht, ihre Gefühle zu zeigen, nur die Art und Weise war unglücklich”, so Chef-Trainer Mike Scarpuzzi gegenüber der britischen Daily Mail.

Ken Peters erfuhr erst nach der Tragödie, dass Kasatkas Kalb, zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal zwei Jahre alt, während der Show in einem anderen Becken außer Kontrolle geraten war und scheinbar verzweifelt nach ihrer Mutter rief, berichtet David Kirby in seinem Blog “Near death at SeaWorld”. “Sie hat keinerlei Anzeichen gemacht, sie wurde ganz plötzlich und völlig überraschend aggressiv”, soll Peters später seinen Kollegen berichtet haben. Auch habe er unter Wasser einen der Killerwale laut schreien gehört, so der Trainer weiters. Erst nach dem Vorfall wurde ihm bewusst, dass es Kasatkas Kalb Kalia war, das lauthals nach seiner Mutter rief.

Zwei SeaWorld-Trainer während Show gestorben

Drei Jahre später, im Dezember 2009, hatte der spanische SeaWorld-Dompteur Alexis Martinez weniger Glück als Peters. In einem Loro Park auf den Kanarischen Inseln wurde er von Orca Keto brutal gerammt – er erlag seinen schweren Verletzungen. Nur zwei Monate später wurde Trainerin Dawn Brancheu vom 5.4 Tonnen-Bullen Tilikum in Orlando/ Florida vor 7.500 Zusehern getötet. Er hatte sie an den Haaren gepackt und ins Wasser gezogen – sie ertrank. Augenzeugen sollen berichtet haben, der Orca sei nach dem Vorfall so aggressiv gewesen, dass er erst in ein kleines Becken gelotst und auf eine Hebebühne gehievt werden musste, um die Leiche der 40-Jährigen aus seinem Maul bergen zu können. Es war der dritte Vorfall mit Todesfolge, in den Tilikum, einer der größten Orca-Bullen überhaupt, verwickelt war.

Dem Tod knapp entronnen:

(VOL.AT; Video: YouTube)



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