Schüsse auf 37-Jährigen in Wien-Meidling: Fahndung läuft, viele Motive denkbar

Am Tatort in Meidling
Am Tatort in Meidling - © APA
Nachdem ein 37-Jähriger am Samstag vor seiner Wohnung in Wien-Meidling Opfer einer Schuss-Attacke wurde, sucht die Polizei weiterhin nach einem unbekannten Täter. “Die Ermittlungen laufen,” sagte Polizeisprecher Thomas Keiblinger am Montag.

Details wollte der Sprecher nicht bekannt geben. Was das Motiv betrifft, sei laut Polizei praktisch nichts auszuschließen.

Schüsse in Meidling: Rätselraten um Motiv

Ein politisches oder religiöses Motiv steht ebenso im Raum wie eine Familienfehde oder ein Streit um Geld. Zu den eingehenderen Befragungen der Angehörigen wollte der Polizeisprecher keine Auskunft geben. Ob es bereits Hinweise auf einen Täter gibt, blieb ebenso unklar.

Bei einer Befragung im Krankenhaus gab das Opfer laut Polizei an, er kenne den Täter nicht und könne sich nicht erklären, warum dieser auf ihn geschossen habe. Die Angaben widersprachen jedoch ersten Informationen von Kindern, die in der Wohnung anwesenden waren. Sie hatten den Polizisten am Samstag gesagt, die beiden Männer hätten miteinander tschetschenisch gesprochen und einander offenbar gekannt.

Streit zwischen Tschetschenen vor Schuss-Attacke in Meidling

Unklar ist aufgrund der Sprachbarriere weiterhin, ob es zuvor einen Streit zwischen den beiden Tschetschenen gab. Der 37-Jährige hatte nach Ablehnung seines Asylantrags den Status eines subsidiär Schutzberechtigten erhalten.

Der Bewaffnete läutete nach ersten Erkenntnissen des Landeskriminalamtes an der Wohnung des Tschetschenen in der Krichbaumgasse. Dieser öffnete die Tür, woraufhin der Angreifer eintrat. In der Wohnung – dort befanden sich auch die schwangere Ehefrau und sechs Kinder – sprachen die Männer erst miteinander. Dem Opfer gelang es, den bewaffneten Täter hinauszudrängen. “Im Stiegenhaus gab er dann mehrere Schüsse ab”, schilderte Polizeisprecher Paul Eidenberger. Einer der Schüsse traf den 37-Jährigen ins Knie.

(apa/red)

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