Schönbrunn mit neuem Besucherplus

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Schloss Schönbrunn
Schloss Schönbrunn
Wiens bedeutendste Touristenattraktion konnte sich im Jahr 2005 über 2,3 Mio. Eintritte freuen – Plus von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr – Umsatzerlöse stiegen auf 26,9 Mio. Euro – Sanierung geht weiter.

Die Zahl der eigentlichen Schloss-Gäste stieg laut SKB von 1,7 auf 1,8 Mio. an. Eintritte wurden jedoch deutlich mehr registriert, da nicht nur die Gäste im Schloss, sondern auch jene bei den anderen Attraktionen (wie den Irrgarten) in der Statistik Aufnahme finden.

Auch die von der Schlossgesellschaft betreuten Hofburg-Museen verzeichneten Zuwächse: In die Kaiserappartements und das Sisi-Museum sind im Vorjahr um 2,3 Prozent mehr Besucher (584.000) gekommen. Das Hofmobiliendepot („Möbel Museum Wien“) legte auf 49.000 Eintritte zu – ein Plus von 48,5 Prozent.

Wie Wirtschaftsminister Bartenstein als Eigentümervertreter betonte, bleibt der Großteil der mit Eintritten, Shopeinnahmen und Mieten erwirtschafteten Gelder in Schönbrunn. “100 Mio. Euro hat die Schlossgesellschaft nun seit Bestehen in ihre Kulturattraktionen investiert – ohne Zuschüsse der öffentlichen Hand,“ betonte Bartenstein. Die investierten Gelder flossen in den vergangenen Jahren in die Prunkräume des Schlosses, die Hofburg, die Generalsanierung der Gloriette, der Orangerie, des Neptunbrunnens und der Römischen Ruine.

„Der Kulturtourismus“, so der Minister, „ist für Österreich eine große Chance. Um diese zu nutzen, brauchen wir im globalen Städte- Wettbewerb herausragende Attraktionen. Die Schönbrunner Schlossgesellschaft ist in diesem Bereich ein internationales Vorzeigeunternehmen.“

Freitreppe und Große Galerie vor Sanierung

Nach Beendigung der Restaurierung der Südfassade werden im Schloss Schönbrunn die Arbeiten nicht eingestellt. Ganz im Gegenteil: Laut Schlossgesellschaft sollen in den kommenden acht Jahren alle Fassaden des Palastes wieder in Form und Farbe gebracht werden. Und auch die Sanierung der berühmten Freitreppe sowie des größten Prunkraumes des Schlosses werden in den nächsten Jahren beginnen.

Auch Arbeiten an Fassade gehen weiter

In Sachen Fassade werden insgesamt 6,8 Kilometer Gemäuer exakt vermessen. Geplant ist eine Erfassung mittels Scan-Technologie der TU-Wien. Der zentrale Prunkraum, die so genannte Große Galerie, wird dann ab 2008 restauriert. Auch die derzeit nicht der Öffentlichkeit zugänglichen Kronprinzenappartements im Osttrakt werden saniert.

Weiters entsteht im Apothekertrakt neben der Orangerie ein modernes Seminarzentrum. Und im Schlosspark ist bereits bis Jahresende die Fertigstellung der Arbeiten am Obeliskbrunnen vorgesehen.

Irrgarten wird vergrößert

Bereits heuer wird der Irrgarten um die Hälfte vergrößert. Zusammen mit den Bundesgärten soll dort einer der, wie die Schlossgesellschaft versichert, interessantesten Kinderspielplätze der Stadt entstehen. Geplant sind unter anderem ein Lauflabyrinth, Wasserspiele wie ein Schöpfrad oder eine Archimedische Schraube, Akustikspiele und Karussells.

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