Schönbrunner Orang-Utan-Dame Nonja feiert ihren 40. Geburtstag

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Orang-Utan-Dame Nonja hatte früher mit den Besuchern engen Kontakt
Orang-Utan-Dame Nonja hatte früher mit den Besuchern engen Kontakt - © Tiergarten Schönbrunn
Ein Freudentag für einen der größten Besucherlieblinge im Tiergarten Schönbrunn in Wien: Am Donnerstag feiert das Orang-Utan-Weibchen Nonja dort seinen 40er. Die freundliche Affendame ist unter anderem für ihre Ambitionen als Malerin bekannt.

“Die Tierpfleger möchten Nonja an ihrem Geburtstag eine spezielle Freude bereiten. Um 14.30 Uhr wird es für sie eine Überraschung geben. Unsere Besucher sind herzlich eingeladen, dabei zu sein”, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

Freier Eintritt für Geburtstagskinder

Ein Geschenk gibt es auch für alle “menschlichen” Geburtstagskinder: Wer wie Nonja am 21. April Geburtstag feiert, erhält gegen Vorlage eines Lichtbildausweises an diesem Tag freien Eintritt in den Tiergarten Schönbrunn. Welche “spezielle Freude” die Pfleger dem Orang-Utan bereiten, bleibt vorerst ein Geheimnis.

Stationen des Lebens von Nonja in Schönbrunn

Am 21. April 1976 erblickte Nonja im Tiergarten das Licht der Welt. Da ihre Mutter nicht genug Milch hatte, musste von den Pflegern zugefüttert werden. Dadurch entwickelte sie eine besondere Nähe zu den Menschen. Anhand von Nonjas Leben zeigt sich auch der Wandel in der Tierhaltung. Schratter: „Noch in den frühen 80er Jahren ist Nonja mit ihren Betreuern wie ein Mensch im Tiergarten-Bus sitzend auf einen Ausflug zur Schule für Frisörlehrlinge gefahren, wurde im Zoo an der Hand spazieren geführt und konnte bei ausgewählten Veranstaltungen sogar von den Besuchern gestreichelt werden. Heute wäre das alles undenkbar.“

Die malende Orang-Utan Dame

Von klein auf liebte Nonja es zu malen. Als sie im Zuge eines Beschäftigungsprogrammes in den 90er Jahren verstärkt zu Pinsel und Farbe griff, wurde sie mit ihren Bildern berühmt. Einige Nachdrucke ihrer rund 250 Aquarelle sind heute im Café „Atelier Nonja“ im Tiergarten zu sehen. Für ein Gemälde wurden damals sogar bis zu 28.000 Schilling (umgerechnet heute rund 2.000 Euro) bezahlt. Heute lebt Nonja im familiären Verband mit anderen Orang-Utans. Die enge Beziehung zu den Menschen ist ihr geblieben. Schratter: „Nonja ist sehr aufmerksam. Stammgäste fordert sie zum Beispiel gerne auf, den Inhalt ihrer Taschen zu zeigen. Die Besucher zu beobachten, macht ihr Spaß.“

Erster Affe auf Facebook

Weltweite Berühmtheit erlangte die Jubilarin 2009 als erster Affe auf Facebook. Im Rahmen einer Marketingkooperation bekam sie eine mit einem robusten Plastikgehäuse versehene Digitalkamera, die für jedes geschossene Foto eine Rosine als Belohnung freigab. Innerhalb kürzester Zeit hatte sie mehr als 75.000 Fans aus aller Welt.

>>Orang-Utan-Dame Nonja im Tiergarten Schönbrunn: Damals und heute

(apa/red)

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