Schnee in Wien: Winterdienst und Verzögerungen bei den Wiener Linien

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Der Winterdienst der Wiener Linien sorgt für freie Schienen
Der Winterdienst der Wiener Linien sorgt für freie Schienen - © Wiener Linien
Über Nacht gab es zwölf Zentimeter Neuschnee in Wien – und so mancher Öffi-Nutzer musste Mittwochfrüh Geduld haben. Geräumt wird allerdings auf Hochtouren: Hunderte Menschen und über 80 Schneefahrzeuge sind seit Dienstagabend im Dauereinsatz für die Wiener Linien. 

Nicht nur Autofahrer, auch Öffi-Nutzer mussten sich in den Morgenstunden mitunter in Geduld üben. Denn im Bus- und Straßenbahnverkehr kam es stellenweise ebenfalls zu Verzögerungen, wie die Wiener Linien mitteilten.

Darum gibt es Verzögerungen bei den Öffis

Der Grund: Der Verkehr fließe insgesamt langsamer, durch häufigere Unfälle gebe es mehr Blockaden auf den Strecken und bei Schneelage nehme auch die Zahl der Falschparker zu. Laut Aussendung der Verkehrsbetriebe waren einige hundert Mitarbeiter und mehr als 80 Schneefahrzeuge seit Dienstagabend damit beschäftigt, 1.065 Bim-Stationen, 4.132 Bushaltestellen und knapp 180 Kilometer Straßenbahngleise eis- und schneefrei zu halten.

Im Winter stehen außerdem die über 1.100 Weichen im Straßenbahnnetz besonders im Fokus. Die meisten sind mit einer speziellen Heizung ausgestattet, damit sie nicht durch Eis und Schneematsch blockiert werden. Um die Räumung der Straßen in Wien kümmert sich grundsätzlich die MA 48 und sorgt damit dafür, dass auch die Busspuren vom Schnee befreit werden.

Appell an Autofahrer und Infos zum Winterdienst

Immer wieder sorgen hängengebliebene oder falsch geparkte Pkw in der kalten Jahreszeit für Verzögerungen bei den Öffis. Die Wiener Linien appellieren daher an die Autofahrer, gerade bei Schnee sicher zu gehen, dass sie richtig parken.

Zahlen, Daten & Fakten zum Wiener-Linien-Winterdienst

  • 5.301 betreute Haltestellen (1.065 Bim, 4.132 Bus, 104 U-Bahn)
  • 1.707 betreute Weichen (1.128 Bim, 579 U-Bahn), 1.000 Weichenheizungen
  • 41 Schienen-Schneepflüge
  • 13 Groß-LKW mit Schneepflug und Streugerät
  • rund 30 Spezialfahrzeuge (z.B. Kehrmaschinen, Kleintraktoren)
  • rund 80 Tonnen Splitt, rund 150 Tonnen Salz pro Winter

So viel Schnee fiel letzte Nacht in Wien

In der Nacht auf Mittwoch wurden in Wien auf der Hohen Warte laut der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) zwölf Zentimeter Neuschnee gemessen. Im langjährigen Vergleich komme eine solche Schneemenge innerhalb einer 24-Stunden-Periode durchschnittlich ein Mal pro Winter vor. Der Großteil des Neuschnees fiel aber in der vergangenen Nacht innerhalb von nur zwei Stunden – das gebe es nur alle paar Jahre, hieß es von der ZAMG. Die historisch höchste Neuschneemenge in 24 Stunden gab es in Wien mit 30 Zentimetern am 27. März 1969 und am 27. Jänner 2005.

(apa/red)

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