Schnecken: Die Feinde des Gartens

Schnecken: Die Feinde des Gartens
© Uwe Wittbrock
Schnecken – die Feinde jedes Gartenbesitzers. Viele greifen dabei auf chemische Pflanzenschutzmittel zurück. Doch damit rückt man nicht nur den Schnecken an den Kragen. Katharina Beriger, Heimtier-Referentin der Tierschutzstiftung VIER PFOTEN, klärt auf.

Handelsübliches Schneckenkorn enthält das Nervengift Metaldehyd und kann bereits in kleinen Mengen tödlich sein. „Gartenfreunde mit Kindern oder Heimtieren sollten es auf keinen Fall verwenden“, warnt Katharina Beriger, Heimtier-Referentin der Tierschutzstiftung VIER PFOTEN. „Es kommt immer wieder zu tödlichen Vergiftungen bei Hunden, und auch so mancher Igel stirbt qualvoll am Schneckengift.“

Wenn Ihr Haustier mit dem Mittel in Kontakt gekommen ist, sollten Sie sofort zum nächsten Tierarzt gehen. Bei einer Schneckenkorn-Vergiftung entscheiden Minuten über Leben und Tod, denn die Latenzzeit ist kurz: Nach 30 bis maximal 60 Minuten lässt sich das Gift nicht mehr aus dem Körper entfernen. Der Tierarzt wird versuchen, den Magen auszupumpen und ein Mittel gegen die Krämpfe verabreichen.

Symptome einer Vergiftung sind Speichelfluss, schnelle Atmung, Erbrechen, Lähmungen und Muskelkrämpfe. Während man beim Hund hierdurch alarmiert wird, sterben Katzen und Kleintiere oft unbemerkt, da sie sich eher zurückziehen.

Generell ist Vorsicht geboten beim Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel. Im Kampf gegen die ungeliebten Gartenbewohner bietet sich stattdessen eine Vielzahl von umweltverträglichen und tierfreundlichen Alternativen an: Schutzringe aus Sägemehl, Steinmehl oder Branntkalk halten Schnecken durch ihre entfeuchtende Wirkung von Pflanzen und Beeten fern. Auch der Einsatz von Kaffeesatz hat sich bei der Bekämpfung erfolgreich bewährt. Bei Regen sind diese Methoden jedoch nur bedingt wirksam und sollten häufig wiederholt werden. Sicheren Schutz bieten dagegen sogenannte „Schneckenzäune“. „Wem das zu teuer und aufwendig ist, sollte es stattdessen mit zerkleinerten Eierschalen probieren,“ rät Katharina Beriger.

Mehr Informationen zum Thema Heimtiere unter www.vier-pfoten.at im Bereich Wissen/Heimtiere.

Für weitere Informationen:
Dylan Whiting
Pressesprecher VIER PFOTEN
Tel: 01 545 50 20 - 66
Email: dylan.whiting@vier-pfoten.org

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