Schmuggler-Prozess in Nürnberg: Dealer aus Wien sagte als Kronzeuge aus

Diese Drogen wurden nach Wien geschmuggelt
Diese Drogen wurden nach Wien geschmuggelt - © LPD Wien
Die Aussagen eines Wiener Drogendealers, der als Kronzeuge bei einem Prozess am Landgericht Nürnberg-Fürth auftrat, sorgten für eine langjährige Haftstrafe für den dort angeklagten Drogenschmuggler. Dieser hatte lange Zeit auf einen simplen Trick gesetzt.

Ein Drogenkurier aus der Oberpfalz, der jahrelang mit einem simplen Trick erfolgreich war, muss für viele Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Nürnberg-Fürth verurteilte den 57-Jährigen am Dienstag zu 13 Jahren und sechs Monaten Haft. Mit dem Urteil folgte die Kammer weitgehend den Angaben eines Kronzeugen, einem Drogendealer aus Wien.

Drogen in Spezialwachs nach Wien geschmuggelt

Der Verurteilte hatte nach Überzeugung des Gerichts zwischen 2007 und 2014 zusammen mit einem Komplizen insgesamt 740 Kilogramm Haschisch im Wert von rund einer Million Euro von Spanien über Deutschland nach Wien geschmuggelt. Die Drogen waren meist luftdicht in Spezialwachs eingeschlossen, damit Spürhunde sie nicht erschnüffeln konnten.

Wiener Dealer bot sich als Kronzeuge an

Die beiden Oberpfälzer sollen Mitglieder eines internationalen Drogenrings gewesen sein. Auf die Spur kamen die Ermittler ihnen über einen Komplizen, der 2012 in Spanien festgenommen worden war. In einem Keller in Wien entdeckten die Ermittler später kiloweise Drogen – und an ihnen klebte rotes Wachs. Der Wiener Dealer, bei dem 93 Kilo Marihuana sowie Waffen und Munition im Auto gefunden wurden, bot sich im April 2015 schließlich als Kronzeuge an.

>>790 Kilo Drogen nach Wien geschmuggelt

(apa/red)

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