Polizeisprecherin Iris Seper erklärte am Freitag, dass sein Zustand stabil sei, eine Einvernahme bisher aber noch nicht möglich gewesen sei. Eines der beiden schwer verletzten Opfer dagegen schwebe noch immer in Lebensgefahr.
Seper meinte, dass der leichte Herzinfarkt des Verdächtigen nicht gespielt war. Obwohl er am Freitagvormittag nicht mehr in kritischem Zustand war, müsse die Polizei für eine Einvernahme auf die Erlaubnis der Ärzte warten. So lange seien auch die Hintergründe der Tat noch unklar. Der 66-jährige Schwerverletzte, der mit einem Brustdurchschuss davongekommen war, befindet sich laut Polizei am Weg der Besserung. Das 75-jährige Opfer, das der mutmaßliche Täter dreimal in die Brust getroffen hatte, war am Freitagvormittag noch immer in Lebensgefahr.
Die Schüsse waren am Donnerstag bei einem Geschäftstreffen in einem Büro der Wiener Innenstadt nach 16.00 Uhr abgefeuert worden. Die vier Gesprächsteilnehmer – der Verdächtige ist Iraner, die Opfer Österreicher mit iranischer Herkunft – dürften aus bisher unbekannter Ursache in Streit geraten sein. Plötzlich soll der 70-Jährige eine Pistole gezogen und auf die übrigen drei Beteiligten geschossen haben. Ein 75-Jähriger war auf der Stelle tot. Anschließend ließ der Täter die Waffe fallen und flüchtete. Eine im Nebenraum sitzende Frau kam mit dem Schrecken davon. Nach mehreren Stunden Fahndung stellte sich der mutmaßliche Schütze gegen 22.15 Uhr bei der Polizeiinspektion in Rudolfsheim-Fünfhaus.
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