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Schairer: "Schlimmster Sturz meines Lebens"

Schairer brach sich den fünften Halswirbel
Schairer brach sich den fünften Halswirbel ©Instagram
Markus Schairer hat sich gut einen Tag nach seinem schweren Sturz bei den Olympischen Spielen via Instagram zurückgemeldet.
Schairer-Sturz geht um die Welt
Horror-Sturz von Schairer

Seine “persönliche Medaille” – so nennt Markus Schairer die Halskrause auf dem Instagram-Bild. Neurologisch sollen keine Schäden bleiben, laufen kann er aber im Moment scheinbar noch nicht.

In seinem Post bedankt er sich bei Familie, Freunden und dem österreichischen Olympia-Team.

 

Schairer soll schnellstmöglich unter ärtztlicher Aufsicht nach Österreich gebracht werden – dort werden dann die Nachuntersuchungen durchgeführt.

Video vom Sturz:

Schairer wird am Samstag heimgeflogen

Der schwer verletzte Snowboard Crosser Markus Schairer wird am Samstag mit ärztlicher Begleitung aus Südkorea zurück nach Österreich geflogen. Im Olympiabewerb von Bokwang war der Weltmeister von 2009 am Donnerstag bei der Landung nach einem weiten Sprung mit dem Rücken- und Kopfbereich auf der Piste aufgeprallt, er brach sich den fünften Halswirbel und zog sich eine Ellbogenverletzung zu.

Neurologische Beeinträchtigungen sind nicht aufgetreten und Folgeschäden können derzeit ausgeschlossen werden, hatte das Österreichische Olympische Komitee (ÖOC) mitgeteilt. Schairer wird in einer Klinik in der Nähe der Küstenstadt Gangneung behandelt.

“Er ist dort bestens versorgt”, sagte Karlheinz Wieser, der Pressesprecher der Snowboard-Sparte im Österreichischen Skiverband (ÖSV) am Freitag zur APA – Austria Presse Agentur. ÖOC-Arzt Klaus Pribitzer war in Bokwang vor Ort zur Stelle. Versorgung, Abtransport und Kooperation mit den lokalen Stellen und Hilfskräften hätten sehr gut funktioniert, berichtete Wieser.

Besuch von Teamkollegen

Der 30-jährige Schairer war nach dem Sturz längere Zeit liegengeblieben, rappelte sich hoch, schnallte das Board wieder an und rutschte ins Ziel. Dort habe der Athlet laut Wieser gleich vermutet, dass er was an den Wirbeln haben könnte.

Schairer wird bis zum Abflug in die Heimat im Krankenhaus bleiben. Am Freitagabend wird er Besuch von seinen betroffenen Teamkollegen Alessandro Hämmerle, Hanno Douschan und Lukas Pachner bekommen. “Die Jungs sind in dem Sport einiges gewohnt. Aber wenn sich wer wehtut, dann trifft das jeden, bei einem Teamkollegen umso mehr”, sagte Wieser.

Nach dem Bewerb mit zahlreichen Stürzen hatte es teils große Kritik von Athleten an dem mächtig gebauten, schnellen Kurs im Phoenix Snow Park gegeben. Es siegte der Franzose Pierre Vaultier.

Möglicherweise Operation

Snowboard Crosser Markus Schairer sprach im Krankenhaus von Wonju von einem “Glück im Unglück”. Der fünfte Halswirbel sei durchgebrochen, vorne und hinten. “Laut der ersten Diagnose ist er aber stabil.” Er darf am Samstag die Heimreise antreten und wird direkt ins Landeskrankenhaus Feldkirch überstellt. Eine Operation wird möglicherweise nötig sein und alles mit einer Platte stabilisiert.

“Ich bin extrem froh, dass ich morgen heim darf. Es ist nicht so toll, in einem Land zu sein, wo man die Sprache nicht spricht. Man kann sich auch auf Englisch nicht richtig verständigen.”

Schairer will bald auf den Beinen sein

Vom Sturz weiß er noch, dass sich der Abgang in der Luft wie zehn Minuten anfühlte. “Ich habe über einige Sachen nachgedacht. Nachdem ich wieder auf die Beine gekommen bin, habe ich mir gedacht, dass ich eine richtige, richtige Sau hatte.” Aus welcher Emotion heraus er selbständig ins Ziel fuhr, wisse er nicht mehr. “Das war sicher nicht die schlauste Idee, aber ist einfach so passiert.” Statt mit dem Hubschrauber ging es mit dem Auto in das Krankenhaus, das sei ungut gewesen. Im Krankenhaus selbst sei alles reibungslos verlaufen.

Zum Olympiakurs meinte er: “Gerade bei Olympia will man immer schneller, höher, weiter. Dann steht so ein massives Teil hier. Es wurde von den Fahrern gewarnt, dass die Sprünge irgendwann zu weit gehen.” Bei Olympia ziehe man aber nicht zurück. Wie bei ihm alles weitergehe, sei völlig unklar. Der erste Checkpoint, den er erreichen möchte, sei, bald wieder auf den Beinen zu sein. “Und meine Familie daheim umarmen.”

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