Schach Staatsmeisterschaften in Salzburg: Wienerin Newrkla holte Silber

Anna-Lena Schnegg und Georg Fröwis holten sich den Staatsmeistertitel im Schach.
Anna-Lena Schnegg und Georg Fröwis holten sich den Staatsmeistertitel im Schach. - © ÖSB
Am Sonntag gingen die Schach Staatsmeisterschaften in St. Johann im Pongau zu Ende. Mit der 17-jährigen Tirolerin Anna-Lena Schnegg gibt es diesmal bei den Frauen ein neues Siegergesicht, der Vorarlberger Georg Fröwis sichert sich nach 2011 seinen zweiten Staatsmeistertitel. Die Wienerin Katharina Newrkla holte Silber.

Die Schach Staatsmeisterschaften 2016 fanden vom 23. bis zum 31. Juli im Kulturzentrum in St. Johann im Pongau in Salzburg statt. Der Vorarlberger Georg Fröwis dabei vor den Steirern Mario Schachinger und Peter Schreiner. Im Frauenbewerb gewinnt die noch 17-jährige Tirolerin Anna-Lena Schnegg erstmals den Titel. Silber und Bronze gehen an die Wienerin Katharina Newrkla und die Steirerin Reka Horvath.

Schach Staatsmeisterschaften in Salzburg: Schnegg ist neues Siegergesicht

Die Siegerin Anna-Lena Schnegg ist seit Jahren das vielversprechendste Talent im österreichischen Frauenschach, wird Österreich bei der kommenden Olympiade in Baku mit dem Nationalteam vertreten und scheint mit diesem Sieg endgültig den Durchbruch in die Spitze geschafft zu haben, freut sich ÖSB Generalsekretär Walter Kastner.

Der Kampf um den Titel war ein Duell mit der Wienerin Katharina Newrkla, da die Elofavoritin aus Niederösterreich, Elisabeth Hapala, eine schlechte Turnierwoche hatte. Im direkten Duell hatten beide Spielerinnen in einer spannenden Partie Gewinnchancen, die Partie endete aber Remis. Newrkla gab jedoch im Laufe des Turniers gegen Reka Horvath und in der Schlussrunde gegen Hapala weitere Remisen ab. Schnegg hingegen marschierte durch und gewann mit der hervorragenden Ausbeute von 7,5 Punkten aus 8 Partien die Goldmedaille vor Newrkla und Reka Horvath, die sich ihre Bronzemedaille vor allem mit einem Sieg gegen Hapala erkämpfte und verdient hat.

Bereits zweiter Staatsmeistertitel für Fröwis

In der offenen Klasse räumten die Favoriten die Medaillen ab, die Entscheidung fiel dabei aber erst in einer spannenden Schlussrunde. An den Spitzenbrettern mussten Georg Fröwis und Mario Schachinger im Fernduell der Führenden auf Sieg spielen. In aufkeimender Zeitnot geriet der lange das Turnier beherrschende Schachinger gegen den Wiener Landesjugendtrainer Harald Schneider-Zinner aber auf die Verliererstraße.

Fröwis nutzte die Gunst der Stunde, führte die Partie gegen Georg Halvax sicher zum Remis und holte sich nach 2011 seinen zweiten Staatsmeisterstitel. Die Entscheidung um Silber und Bronze fiel hauchdünn nach Zweitwertung. Schachinger rettete die Silbermedaille, Peter Schreiner gewann Bronze. Am Ende haben sich doch die drei Favoriten die Medaillen gesichert. Für Schneider-Zinner und Georg Halvax blieben punktegleich die undankbaren Plätze vier und fünf.

Schach-Partien konnten live im Internet verfolgt werden

Alle Partien der Staatsmeisterschaften wurden live im Internet übertragen und täglich von rund 3.000 Besuchern online verfolgt. Das Organisationsteam rund um Salzburgs Schachpräsident Rudolf Berti und ÖSB Finanzreferent Günter Vorreiter hat ganze Arbeit geleistet und im modernen Kulturzentrum in St. Johann im Pongau allerbeste Spielbedingungen gewährleistet.

Das Schiedsrichter-Duo Hans Stummer und Gerhard Herndl hat das Turnier souverän geleitet. Im Rahmenprogramm gab es neben einem Jugendturnier am vorletzten Spieltag über die gesamte Turnierdauer eine “Gipfelschach” Ausstellung des örtlichen Künstlers David Eisl. Der eindrucksvolle Siegerpokal wurde vom Schwarzacher Künstler Martin Bauböck gestaltet. Bürgermeister Günther Mitterer übergab die Preise an die Sieger persönlich.

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