Sausage Party – Es geht um die Wurst – Kritik und Trailer zum Film

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Sausage Party – Es geht um die Wurst – Kritik und Trailer zum Film
Frank liebt Brenda und Brenda liebt Frank. Er ist ein aufgewecktes Würstchen und sie eine verführerische Hotdog-Dame. Die beiden sind die Stars in dem wilden Animationsfilm “Sausage Party – Es geht um die Wurst”, in dem die wahre Existenz der Lebensmittel im Mittelpunkt steht.

Der Hollywood-Animationsfilm – ein Tummelplatz für Jung und Alt, der verschiedene Humorebenen anspricht und so Familien zum gemeinsamen Erlebnis ins Kino bringt? Nicht bei “Sausage Party”. Mit dieser Genresatire bringt der kanadische Komiker Seth Rogen am Freitag den wohl bösesten, versautesten und für Erwachsene lustigsten Animationsfilm der Geschichte ins Kino.

Kurzinhalt zum Film

Schon allein der Titel, der auf ein schwules Pornogenre anspielt, macht deutlich, dass bei “Sausage Party” nicht süß animierte Hasis und ihre Abenteuer im Mittelpunkt stehen. Stattdessen geht es um laszive Lebensmittel, das Nirwana und Sex. Im Zentrum der Geschichte stehen das Frankfurter Würstchen Frank, das im Original von Mastermind Rogen selbst gesprochen wird, und sein Objekt der Begierde, das Hotdog-Brötchen Brenda (der “Brautalarm”-Star Kristen Wiig die Stimme leiht).

Wie alle Lebensmittel im Supermarkt hoffen die beiden darauf, dass die “Götter”, sprich die Einkäufer, sie mit sich nehmen, erwartet sie doch hinter der Schiebetür des Shops das Paradies – glauben sie. Und so singen Obst und Gemüse, die Konserven und Fertigprodukte allmorgendlich einen Musical-Hymnus an die “Götter”, und man freut sich, auserwählt zu werden. Entsprechend machen sich Frank und Brenda zurück auf den weiten und gefährlichen Weg in ihren Gang, als sie bei einem Unfall aus dem Einkaufswagen kullern.

Schließlich ahnen sie nichts von der schrecklichen Wahrheit – dass das Jenseits von den Unsterblichen, jenen Produkten ohne Ablaufdatum, erfunden wurde, um den Kollegen den Abschied leichter zu machen. Schließlich erwartet die Lebensmittel bei den Menschen kein Paradies, sondern die Hölle, werden sie doch bei lebendigem Leibe geschält, gekocht oder verschlungen. Als sie dies aufdecken, rüsten Frank und seine Würstchen zum Kampf – gegen die Menschen und gegen eine wütende Scheidenspülung, die sich auf ihre Fersen heftet.

Kritik zum Film

Und all dies läuft alles andere als jugendfrei ab. So wundert nicht, dass “Sausage Party” der erste Animationsfilm der Geschichte ist, der von der US-Ratingbehörde MPAA mit einem “R” als für Jugendliche absolut ungeeignet versehen wurde. Das in USA verfemte “Fuck”-Wort kommt unzählige Male vor, Hotdog-Brötchen Brenda sieht so lasziv weiblich aus, dass anatomisch keine Fragen offen bleiben, und die symbolische Doppelbedeutung des Wiener Würstchens muss wohl nicht erklärt werden.

Das Ensemble ergänzen Salma Hayek als lesbischer Taco und ein arabischer Fladen, der auf ein Himmelreich mit 77 Olivenölflaschen (Qualität “Extra Vergine”) hofft und sich mit dem von Edward Norton gesprochenen, jüdischen Bagel über den Platz im Regal streitet, den man partout nicht teilen will. Zwischen unzähligen Anspielungen auf Western und Abenteuerfilme ist ein grandioses Endzeitszenario a la “Soldat James Ryan” verpackt, dürfen gebrauchte Kondome ihr Schicksal beklagen und Starphysiker Stephen Hawking als gebrauchter Kaugummi im Rollstuhl die Szenerie beleben. Es bleiben also keine Wünsche von Kinogängern offen – sollten sie einen Sinn für schrägen Humor und keine Kinder an ihrer Seite haben.

Trailer zum Film “Sausage Party”

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