Salzburg-Trainer Stevens: "Sind Schritt weiter"

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Schafft es Stevens mit Salzburg in die Champions League?
Schafft es Stevens mit Salzburg in die Champions League? - © APA (Gindl)
Er ist der Star unter den Fußball-Trainern in Österreich. Red Bull Salzburg hatte er in der vergangenen Saison zum Meistertitel geführt, nun will Huub Stevens im zweiten Anlauf auch in die Champions League.

Mit der APA sprach der 56-jährige Niederländer unter anderem über den Abgang von Stürmerstar Marc Janko und über seine Landsleute bei der WM in Südafrika.

Stevens hat schon mehrfach betont, dass die Mannschaft heuer weiter ist als im Vorjahr. “Wir haben Spieler geholt, die kreativ nach vorne denken. Wir haben dadurch noch mehr Möglichkeiten, wir suchen aber weiter. Vorne gibt es noch Bedarf, weil wir einen Zickler und einen Janko verloren haben, und außerdem Nelisse länger ausfällt.” Das große, in der Red-Bull-Ära noch unerreichte Ziel bleibt die Champions League: “Wir waren auch letztes Jahr ganz nah dran, dieses Ziel zu erreichen. Bestimmte Spieler waren aber noch nicht bei uns. Heuer sind wir einen Schritt weiter, haben durch die Europa League auch mehr internationale Erfahrung.”

Für den Abgang von Marc Janko, der als einer der profiliertesten Spieler den Club verlassen hat und zu dem Stevens am Ende nicht das beste Verhältnis hatte, zeigt der Ex-Schalke.Coach Verständnis. “Mein Verhältnis zu ihm war nie schlecht. Wir verlieren durch ihn bestimmte Qualitäten, aber aus seiner Sicht verstehe ich den Schritt ins Ausland. Als Trainer muss ich darauf achten, dass sich jeder Spieler verbessert. Das war am Anfang auch so, am Ende ist es mir bei ihm aber nicht mehr gelungen. Er hat dann auch nicht mehr diese Leistungen gebracht.” Warum das so war? “Das weiß ich nicht, Spieler sind verschieden.”

Eigentümer Dietrich Mateschitz will seinen Hauptfokus im Fußball langfristig auf Leipzig legen, Salzburg soll eine Art Ausbildungsverein werden. “Das habe ich gewusst, das hat er mir schon bei unserem ersten Gespräch gesagt. Ich habe gefragt, was ich dann hier soll. Er hat in die Zukunft geblickt und geantwortet, dass die Idee auf fünf bis acht Jahre angelegt ist. Das ist so lange, ich weiß nicht, ob ich so lange überhaupt Trainer bin.” Stevens kann sich vorstellen, auch in der deutschen Bundesliga für Red Bull zu arbeiten. “Das wird die Zukunft weisen.”

Der Vize-Weltmeistertitel seiner Landsleute macht ihn auch stolz. “Für so ein kleines Land ist es großartig, wieder einmal im Finale zu stehen und es den Spaniern dort taktisch sehr schwierig zu machen. Darauf kann man schon stolz sein. Spanien war der Turnierfavorit. Die Deutschen haben gegen sie nur reagiert, die Niederländer haben auch agiert. Das Spiel hätte auch anders ausgehen können.” Besonders lobte Stevens die Leistungen von Mark van Bommel, Torhüter Stekelenburg und Giovanni Van Bronckhorst. “Andere haben dafür nicht ihr Niveau erreicht. Einige Spieler sieht man nicht, weil sie sich ganz in den Dienst der Mannschaft stellen. Auch sie haben sich ein Kompliment verdient.”

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