Sahara-Hitze – aber keine Temperatur-Rekorde

Große Hitze, aber keine Rekorde in Österreich
Große Hitze, aber keine Rekorde in Österreich - © APA
Mit 37 Grad, kurz nach 15 Uhr gemessen, dürfte Waidhofen an der Ybbs in Niederösterreich den Tages-Temperaturrekord feiern. Die 38-Grad-Marke dürfte österreichweit nicht geknackt werden. In der Wiener Innenstadt stiegen die Temperaturen am Nachmittag auf 34,2 Grad.

“Waidhofen ist unser heutiger Hotspot”, sagt Gerhard Hohenwarter von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Mit neuen Hitzerekorden rechnet der Klimatologe allerdings nicht.

Die Anstiegskurve werde bereits immer flacher, am Thermometer sei daher nur mehr mit einem Anstieg um einige Zehntel-Grad zu rechne, erklärt er. In Waidhofen werde man das Maximum gegen 17.00 Uhr messen, es dürfte bei etwa 37,5 Grad liegen. “Rekord werden wir aller Voraussicht nach nicht erreichen”, so Hohenwarter. Den bisherigen Bestwert hält Dellach im Drautal in Kärnten mit 39,7 Grad, gemessen im Juli 1983, gefolgt von Andau im Burgenland (39,5 Grad im Juli 2007). Auf Platz Drei hat es Waidhofen – zwar nicht in diesem Jahr, aber 1950 – bereits geschafft: Im Juli hatte es dort 39,3 Grad.

Nach Niederösterreich war es in Salzburg am heißesten, in der Landeshauptstadt wurde am Nachmittag mit 36,6 Grad der zweithöchste Wert gemessen. “In Salzburg war es seit 20 Jahren nicht so heiß, das ist die dritthöchste Temperatur, die je gemessen wurde”, so Hohenwarter. Platz Drei belegte vorläufig Weyer in Oberösterreich mit 36,0 Grad.

Graz war am Donnerstag mit 35,5 Grad um 15.00 Uhr der steirische Hitzepol, in Vorarlberg war es um diese Zeit in Bludenz (35,2) am wärmsten. In der Wiener Innenstadt stiegen die Temperaturen am Nachmittag auf 34,2 Grad. Im burgenländischen Andau hatte es gegen 15.00 Uhr 33,9 Grad, in Tirol in Kufstein 35,0 Grad und in Kärnten in Villach “recht enttäuschende” 32,9 Grad, so der Klimatologe.

Besonders beeindruckend waren für die Meteorologen die Spitzenwerte im Gebirge, wo bereits am Nachmittag die Maximalwerte gemessen wurden: Am Feuerkogel in Oberösterreich zeigten die Thermometer gegen 15.00 Uhr knapp 28 Grad an. Laut Hohenwarter fehlten nur sechs Zehntel für einen neuen Rekord. Auf der Eisenerzer Ramsau in der Obersteiermark in einer Höhenlage von 1.200 Metern hatte es 30 Grad, betonte er. “Das ist ein Ereignis, das nicht alltäglich ist.”

Am Freitag findet die kurze Hitze-Welle lokal ein jähes Ende: In Bayern bildeten sich am Donnerstagnachmittag Regenschauer, die im Laufe des späten Nachmittags in Oberösterreich und im westlichen Niederösterreich für Abkühlung und kräftige Gewitter sorgen könnten, so die ZAMG. Im Westen sinken die Temperaturen dadurch leicht, im Osten und Süden soll es am Freitag noch einmal heiß werden.

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