“Sache, die man fördern muss”: Blindenfußball-Match von Licht für die Welt

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Michael Konsel und Chris Lohner mit Schülern des BBI.
Michael Konsel und Chris Lohner mit Schülern des BBI. - © Thomas Meyer/LICHT FÜR DIE WELT
Prominente aus Fußball und Sportjournalismus folgten der Einladung von Licht für die Welt zum Blindenfußball-Match in Wien. Ein Spiel als Zeichen für soziale Inklusion und Spaß am Sport.

Augenbinde auf, Leiberl zurechtgerückt und schon ist angepfiffen. Aber: “Wo ist der Ball?” Das fragten die Fußballpromis beim “Licht für die Welt”-Blindenfußball-Match am Donnerstag immer wieder. Denn sehen konnten sie den “Klingelball”, mit dem gespielt wurde, nicht. Sie mussten sich auf ihre Ohren verlassen, um ihn ins gegnerische Tor zu schießen.

Was zuvor beim Showmatch der Schüler des Bundesblindenerziehungsinstituts, die regelmäßig Blindenfußball spielen, noch einfach aussah, entpuppte sich für die Promispieler im Match als schweißtreibende Angelegenheit.

“Blindenfußball ist richtig schwierig, weil man sich nicht gut orientieren kann und auch Angst hat, irgendwo dagegen zu laufen oder zu stürzen”, kommentierte der ehemalige ÖFB-Teamtormann Michael Konsel seine Erfahrungen. Admira-Kapitän und Bald-Rapidler Christoph Schösswendter ergänzte: “Sich als Sehender mit Augenbinde im Spiel zurechtzufinden ist eine echte Herausforderung  – aber es ist auch ein Riesenspaß”.

Chris Lohner: “Ich bin tief beeindruckt”

Aus den erheiterten Gesichtern der prominenten Gäste war es abzulesen: Nicht primär ums Gewinnen, sondern um den gemeinsamen Spaß am Sport ging es am Donnerstag. Blinde und sehbehinderte Schüler sowie prominente Sportler lernten mit- und voneinander.

Die Teams zu jeweils fünf Personen – zwei Promis, zwei Schüler des BBI sowie ein (sehender) Torwart – versuchten spielerisch, den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen. Am Ende der Matches durfte sich das Gewinner-Team freuen und erhielt von “Licht für die Welt”-Goodwill-Ambassador Chris Lohner, die durch das gesamte Programm führte, den Siegerpokal.

“Ich bin tief beeindruckt vom Spiel der Schüler des Bundesblindenerziehungsinstituts. Heute haben die Profifußballer erlebt, welche Herausforderung Fußball spielen für blinde und sehbehinderte Menschen ist. Blindenfußball ist eine wirklich tolle Sache, die man einfach fördern muss”, resümierte die Schauspielerin.

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