Russland lehnt Öl-Embargo gegen Iran ab

Kurz vor neuen Atomverhandlungen mit dem Iran in Moskau hat Russland neue Zwangsmaßnahmen gegen Teheran abgelehnt. Ein Öl-Embargo komme nicht infrage, sagte Vize-Außenminister Rjabkow am Freitag in Moskau. Die Gespräche könnten nur erfolgreich sein, wenn für eine Lösung des Atomstreits sowohl Vorschläge der sogenannten Sechsergruppe als auch des Irans einbezogen würden.


Der Iran wird verdächtigt, unter dem Deckmantel ziviler Nutzung an einem Atomwaffenprogramm zu arbeiten. Zur Sechsergruppe gehören die fünf UN-Vetomächte Russland, USA, Großbritannien, Frankreich und China sowie Deutschland.

Russland wolle dazu beitragen, das Vertrauen zwischen beiden Seiten wieder aufzubauen, sagte Rjabkow. “Für uns ist wichtig, dass die EU und die USA von einseitigen Sanktionen Abstand nehmen”. Nach Abschluss der Gespräche in Moskau am 18. und 19. Juni müsse rasch die nächste Verhandlungsrunde folgen. “Aber dafür brauchen wir Fortschritte.” Russland ist ein enger Handelspartner des Iran und hatte das erste iranische Atomkraftwerk fertiggestellt.

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