Russen vor Winterspielen besonders im Visier der Fahnder

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Vor den Olympischen Winterspielen im Februar sind vor allem Russlands Sportler im Visier der internationalen Dopingfahnder.

IOC-Medizindirektor Richard Budgett sagte am Dienstag in Lausanne, das sei auch eine Reaktion auf den russischen Dopingskandal. “Die Tests sechs bis neun Monate davor sind wichtiger als die Tests bei den Spielen”, sagte Budgett.

Es gehe darum, möglichst nur saubere Athleten im südkoreanischen Pyeongchang an den Start gehen zu lassen. Unter anderen das IOC, die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA und die internationalen Wintersportverbände haben deshalb eine Sondereinheit gebildet, die diese besondere Überwachung vor Olympischen Spielen steuert. Die Taskforce soll, wie schon vor den Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro, nationale Anti-Doping-Behörden (NADO) sowie die Sportverbände zu potenziellen Dopern gezielt Informationen geben und deren weiteren Testverlauf verfolgen.

271 Proben von österreichischen Sportlern

Laut einer Statistik des IOC – Stand Ende Oktober – wurden russische Athleten 1.240 Tests unterzogen. Dahinter folgen Deutschland (844) und Kanada (504). Von österreichischen Sportlern wurden 271 Proben genommen.

Budgett zufolge stehen prinzipiell die Top 20 der jeweiligen Weltrangliste im Fokus sowie Nationen und Sportler mit einem Doping-Risiko. Auch außergewöhnliche Leistungen seien ein Grund, die von den Verbänden und den NADO vorgenommenen Test noch zu ergänzen. Laut Budgett wurden von April bis Mitte November etwa 7.000 Tests bei rund 4.000 Athleten vorgenommen. Das seien verglichen mit einem ähnlichen Zeitraum vor den Rio-Spielen 50 Prozent mehr.

(APA/dpa)

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