Rückschlag für Rapid Wien gegen St. Pölten: Die Stimmen zum Spiel

Daniel Schütz (SKN St. Pölten) und Joelinton Cassio Apolinaro de Lira (SK Rapid Wien) beim Spiel
Daniel Schütz (SKN St. Pölten) und Joelinton Cassio Apolinaro de Lira (SK Rapid Wien) beim Spiel - © APA/HERBERT P. OCZERET
Hoffen auf den Rettungsanker Cup heißt es nun für Rapid Wien, nachdem man am Samstag auch gegen den SKN St. Pölten ohne Sieg blieb. Wir haben die Stimmen zum Spiel.


Rapids Misere in der Fußball-Bundesliga hat auch am Samstag ihre Fortsetzung gefunden. Der Tabellensiebente aus Wien-Hütteldorf erreichte auswärts gegen den achtplatzierten Aufsteiger SKN St. Pölten nur ein 1:1 und ist damit schon seit acht Runden sieglos. Die Chance zur Revanche bietet sich am Mittwoch wieder in der NV Arena, wo das Cup-Viertelfinale zwischen den beiden Clubs über die Bühne geht.

Coach Canadi: “Klar, dass man bei Rapid in die Kritik kommt”

Der Pokal-Bewerb ist für Rapid die einzige Möglichkeit, doch noch in den Europacup zu kommen und damit eine verkorkste Saison noch halbwegs zu retten. In der Meisterschaft beträgt der Rückstand auf Rang vier, der eventuell zum Antreten in der Europa-League-Qualifikation berechtigt, neun Runden vor Schluss 16 Punkte.

Dazu beigetragen hat auch die dürftige Bilanz unter Trainer Damir Canadi. Seit seinem Amtsantritt brachte es Rapid in Pflichtspielen auf zwei Siege, sechs Remis und sieben Niederlagen. Bei einem derartigen Arbeitsnachweis ist ein baldiger Trainerwechsel nicht ausgeschlossen, wie auch Canadi weiß. “Es ist klar, dass man bei Rapid in die Kritik kommt, wenn man viele Spiele nicht gewinnt”, sagte der Wiener.

Zumindest für die anstehende Partie gab es vom Geschäftsführer Sport Fredy Bickel eine Jobgarantie. Canadi werde am Mittwoch in St. Pölten “hundertprozentig” auf der Rapid-Bank sitzen, erklärte der Schweizer in einem Sky-Interview.

Niederlage Rapid gegen St. Pölten: Fans verlieren Geduld

Zumindest bei den Fans scheint der Geduldsfaden langsam zu reißen. Die grün-weiße Anhang, der sich während des Spiels noch mit Unmutsäußerungen zurückhielt, legte nach dem Schlusspfiff keinen Wert auf eine Verabschiedung von den Spielern, was Stefan Schwab wenig verwunderte. “Wer uns heute noch zujubelt, dem muss man eh gratulieren”, meinte der Mittelfeldspieler.

Auch Canadi zeigte Verständnis für die Fans. “Ich kann ihre Reaktion am Ende verstehen, denn die zweite Hälfte war nicht in Ordnung. Da hat man auch von der Körpersprache gesehen, dass meine Mannschaft nicht bereit ist”, gab der Coach zu.

Etwas versöhnen könnte man die Anhänger mit einem Erfolg am Mittwoch und auch mit einem Auswärtssieg am Samstag gegen die SV Ried. Der Tabellenletzte aus dem Innviertel liegt derzeit acht Punkte hinter Rapid.

(apa/red)

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