Romy 2017: Die Gewinner des Film- und Fernsehpreises im Überblick

"Romy"-Preisträger Tobias Moretti.
"Romy"-Preisträger Tobias Moretti. - © APA/Herbert Neubauer
Samstagabend wurde zum 28. Mal der Film- und Fernsehpreises Romy in der Wiener Hofburg vergeben. Die Gewinner der Gala im Überblick.

Bei der 28. Verleihung des Film- und Fernsehpreises Romy in der Wiener Hofburg wurden am Samstagabend Ursula Strauss und Tobias Moretti als beliebteste Schauspieler in der Film-Kategorie ausgezeichnet. Sie konnten die von der Tageszeitung “Kurier” zusammen mit dem ORF veranstaltete Publikumswahl für sich entscheiden. Die Platin-Romy für das Lebenswerk erhielt Peter Simonischek.

Der 70-Jährige nahm die Ehrung bei der großen Romy-Gala vor versammelter Prominenz der TV-Branche des deutschsprachigen Raums aus den Händen des deutschen Journalisten und Autors Harald Martenstein entgegen. Angesichts des jüngsten Erfolges des Preisträgers in Maren Ades Oscar-nominierter Komödie “Toni Erdmann” wertete Martenstein die nunmehrige Auszeichnung als “große Ermutigung für uns alte, weiße Männer”. Obwohl “das Altwerden etwas ganz Unattraktives geworden” sei, gelte: “Die Koffer sind gepackt”, sagte daraufhin Simonischek, der unter Standing Ovations die Bühne betrat. “Auf den gepackten Koffern” wolle er allerdings noch länger darüber nachdenken, “wie man gut ein alter Mann werden kann”.

Wie auch im vergangenen Jahr wanderte die Romy in der Kategorie “Beliebteste Schauspielerin Kino/TV-Film” in die Hände von Ursula Strauss. Ihre insgesamt vierte Trophäe wertete die am 25. April 1974 geborene Strauss als “schönes Geburtstagsgeschenk”. Mit einer “Entschuldigung” angesichts der erneuten Zuerkennung nahm Tobias Moretti gar zum achten Mal eine Romy entgegen. Der Erfolg in der Rubrik “Beliebtester Schauspieler Kino/TV-Film” brachte ihn gleichauf mit dem bisherigen Rekord-Romy-Sammler Armin Assinger.

Romy 2017: Moderator bekommt Unterhaltungspreis

Wie bereits im Vorjahr wurde die auf ORF 2 übertragene Gala von Katharina Straßer und Andi Knoll moderiert und singend eingeleitet. Letzterer fiel bei der Gelegenheit auch gleich ein wenig aus der Rolle, indem er die Auszeichnung in der Rubrik “Show/Unterhaltung” mitnahm: “Das macht man als Gastgeber eigentlich nicht”, sagte Knoll. Seine ebenfalls nominierte Ko-Moderatorin kam hingegen nicht zu Romy-Ehren. Das Publikum gab bei der Wahl zur “Beliebtesten Schauspielerin Serie/Reihe” “Tatort”-Ermittlerin Adele Neuhauser mehr Stimmen.

“Bergdoktor” Hans Sigl nahm die Romy für den “Beliebtesten Schauspieler Serie/Reihe” entgegen. Es ist seine dritte Auszeichnung, über die sich neben zahlreichen “Muttis und Omis” auch sein “inneres Kind” freue, sagte Sigl. Seine ebenfalls dritte Romy in der Kategorie “Information” konnte sich auch Tarek Leitner mit seiner Wahlberichterstattung im ORF-TV sichern.

Die zum ersten Mal vergebene “Romy International” ging an den Autor der Netflix-Serie “The Crown”. Der in Wien lebende, britische Drehbuchautor Peter Morgan nahm die Auszeichnung persönlich entgegen. Als “Fernsehmoment des Jahres” wurde Andreas Gabalier für seine “MTV Unplugged”-Show prämiert.

Offene Kategorien der Akademiepreise wurden vergeben

Bei den Romy-Akademiepreisen waren nach der Preisverleihung am Donnerstagabend, in deren Rahmen bereits 14 Auszeichnungen vergeben wurden, noch vier Kategorien offen. Zwei der Preise – nämlich jene für den besten TV-Film und die beste Regie in einem TV-Film – gingen am Samstag mit Heinrich Ambrosch und Erhard Riedlsperger an den Produzenten und den Regisseur von “Die Toten von Salzburg”. Ebenfalls zwei Romys heimste der unter der Regie von Stefan Ruzowitzky entstandene Thriller “Die Hölle” ein. Der Oscarpreisträger (“Die Fälscher”) ging mit dem Preis für die beste Regie in einem Kinofilm und Kameramann Benedict Neuenfels mit der Romy für die beste Kinofilm-Bildgestaltung nach Hause.

Schon im Vorfeld der Gala wurde bekannt gegeben, dass Ferdinand von Schirachs Gerichtsdrama “Terror – Ihr Urteil” den Preis für das “TV-Ereignis des Jahres” erhält. Die Produktion wurde zeitgleich in Österreich, Deutschland und der Schweiz ausgestrahlt und erreichte mehr als acht Millionen Seher.

(APA, Red.)

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