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Roman Polanski – A Film Memoir – Trailer und Kritik zum Film

Roman Polanski – A Film Memoir – Trailer und Kritik zum Film
Ob das Holocaust-Drama “Der Pianist” vor zehn Jahren oder der Horrorfilm “Rosemaries Baby” im Jahr 1968 – die Filme des polnisch-französischen Regisseurs Roman Polanski (“Tanz der Vampire”, “Chinatown”) sind Meisterwerke.

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Oft sind sie eher harte Kost. Auch das Leben ihres Machers ist kein leichtes gewesen. Der Dokumentarfilm “Roman Polanski – A Film Memoir”, der am Donnerstag (6.9.) ins Kino kommt, gibt Einblick in Polanskis bewegte fast 80 Jahre.

In Gesprächen mit seinem guten Freund und Weggefährten Andrew Braunsberg erzählt Polanski, was ihm widerfuhr, angereichert mit Fotos, Ausschnitten aus Filmen oder auch Nachrichtensendungen. Regie führte der Franzose Laurent Bouzereau, der sich als Experte für Making-Of-Dokumentationen für DVDs einen Namen gemacht hat.

Polanski, der Filmemacher polnisch-jüdischer Abstammung, dessen Mutter und Schwester von den Nazis ermordet wurden, überlebte die Flucht aus dem Krakauer Ghetto und kam während des Weltkriegs bei Kleinbauern auf dem Land unter. Das Trauma seiner Kindheit und Jugend verarbeitete er 2002 in seinem Oscar-gekrönten Film “Der Pianist”, den er für sein wichtigstes Werk hält, wie er in dieser Doku verrät.

“A Film Memoir”: Eine Doku über Roman Polanski

Doch auch wenn seine Kunst genug Diskussionsstoff bietet, wie zuletzt etwa die grandiose Verfilmung des Theaterstücks “Der Gott des Gemetzels” von Yasmina Reza, in dem es um zwei Paare geht, die sich über einen Streit ihrer Kinder in die Haare kriegen: Polanski stand immer wieder auch mit seinem Privatleben im Fokus.

Im Jahr 1969 ermordeten Anhänger des Sektenführers Charles Manson seine schwangere Frau Sharon Tate – ein Schock für Polanski und ganz Hollywood. Acht Jahre später bekannte der Filmemacher, eine 13-Jährige in der Villa seines Freundes Jack Nicholson zum Sex verführt zu haben. Er kam damals ein paar Wochen unter psychiatrische Beobachtung. Aus Angst vor einer längeren Gefängnisstrafe floh er aber kurz vor der Urteilsverkündung nach Frankreich.

Diese Flucht macht ihm bis heute eine Rückkehr in die USA unmöglich – auch den Oscar konnte er im März 2003 deshalb nicht persönlich in Empfang nehmen. Dass ihn aber ausgerechnet eines Tages die Schweiz, in der sich Polanski schon oft unbehelligt aufgehalten hatte, verhaften würde, damit rechnete wohl niemand.

Am 26. September 2009, als er nach Zürich wollte, um beim dortigen Filmfestival einen Preis für sein Lebenswerk entgegenzunehmen, war es soweit. Erst im Juli 2010 wurde er wieder freigelassen. Die Schweiz lehnte seine Auslieferung an die USA dann doch ab. Die Behörden hatten Zweifel an der Darstellung des Sachverhalts durch die USA.

Ein Großteil der Gespräche in der Doku entstand während des Hausarrests in seinem schicken Chalet im schweizerischen Gstaad. Der Film spart die unangenehmen Seiten nicht aus, ist aber dennoch keine Abrechnung, sondern eine Hommage. Seine Uraufführung erlebte die Doku im vergangenen Jahr beim Filmfestival in Zürich. Polanski bekam dort dann auch mit zwei Jahren Verspätung seinen Preis fürs Lebenswerk.

(APA)



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