Rollsplit, Streusalz & Co.: Fünf Tipps für heile Hundepfoten im Winter

Streusalz und Rollsplit können Hundepfoten in Mitleidenschaft ziehen.
Streusalz und Rollsplit können Hundepfoten in Mitleidenschaft ziehen. - © pixabay.com (Sujet)
Sorgt der erste Schnee bei vielen Menschen bereits für vorweihnachtliche Glücksgefühle, stellen Streusalz und Rollsplit sensible Hundepfoten gewaltig auf die Probe. Mit diesen fünf Tipps sorgen Haustierhalter auch in der kalten Jahreszeit für heile Pfoten.

Die meisten Hunde kommen mit kalten Temperaturen wunderbar zurecht und genießen das Herumtollen im kühlen Weiß. Einziger Wehrmutstropfen ist das aggressive Streusalz, das der Glätte auf den Straßen den Kampf ansagen soll, empfindliche Hundepfoten jedoch nur allzu schnell in Mitleidenschaft zieht.

Hundepfoten haben keinen natürlichen Schutz gegen Streusalz und Rollsplit

Die “Tierfreunde Österreich” informieren deshalb, dass – anders, als häufig angenommen – Hunde über keinen natürlichen Schutz gegen die Belastung durch Streusalz verfügen. Stattdessen macht die Salzlauge der empfindlichen Haut zwischen den Zehen ordentlich zu schaffen, während der Rollsplit zusätzlich für angegriffene Hornhaut sorgt. Die Folgen reichen von Rissen in der Hornhaut über wunde Stellen und Ekzemen bis hin zu starken Entzündungen der Pfoten.

Unter den Folgen von Streusalz & Co. leidet nicht jeder Hund gleich bzw. so offensichtlich, dass Frauchen und Herrchen dies auch bemerken. Während so mancher durch Streusalz belastete Vierbeiner sich plötzlich (und scheinbar grundlos) weigert weiterzugehen, anfängt zu winseln oder zu humpeln, leiden andere in aller Stille vor sich hin. Hier liegt es in der Verantwortung des Hundebesitzers, eine regelmäßige Kontrolle der Pfoten durchzuführen und auszumachen, ob und wie stark diese strapaziert sind.

Wunden Stellen vorbeugen: Fünf einfache Tipps zur Pfotenpflege

Die “Tierfreunde Österreich” haben fünf einfache Pflege- und Präventionsmaßnahmen zusammengestellt, mit denen wunden Stellen und daraus resultierenden Ekzemen oder Endzündungen rechtzeitig vorgebeugt werden kann:

1. Pfoten eincremen: Vor dem Gassigehen sollten die Pfoten stets mit einer fettigen Substanz, wie Melkfett, Vaseline oder Hirschtalg eingecremt werden. Dadurch wird die Haut geschmeidig gehalten und vor unnötigen Strapazen geschützt.

2. Pfoten und Krallen pflegen: Damit sich die Vierbeiner beim Gassigehen sicher fühlen und über optimalen Halt auf der Straße bzw. auf dem Eis verfügen, sollten auch die Krallen einer regelmäßigen Kontrolle unterzogen und in der optimalen Länge gehalten werden. Fellbüschel zwischen den Zehenballen sollten möglichst kurzgeschnitten werden – auch hier kann sich das aggressive Streusalz gut absetzen.

3. Salzrückstände abwaschen: Um Salzrückstände loszuwerden, sollten die Pfoten nach jedem Spaziergang auf wunde Stellen geprüft, mit lauwarmem Wasser gewaschen und gut abgetrocknet werden.

4. Pfotensocken: Bei bestehenden Wunden, Ekzemen oder Entzündungen empfehlen sich spezielle Pfotensocken, die im Tierhandel erhältlich sind. Diese verfügen über eine spezielle Beschichtung, sind wasserdicht und sorgen dafür, Salz und Rollsplit von den Pfoten fernzuhalten. Da sich so mancher Vierbeiner von Pfotensocken allerdings stark irritiert fühlt, sollte auf diese Maßnahme nur im äußersten Notfall zurückgegriffen werden.

5. Salz meiden: Besonders stark gesalzene Straßen und Wege sollten nach Möglichkeit umgangen werden.

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