“Rock Me Amadeus”: Wiener Mozarthaus feiert zehnten Geburtstag

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Das Wiener Mozarthaus feiert 2016 Jubiläum.
Das Wiener Mozarthaus feiert 2016 Jubiläum. - © APA
Das Wiener Mozarthaus wird im Jänner 2016 zehn Jahre alt- und das wird groß gefeiert. Für das Jubiläumsjahr hat Direktor Gerhard Vitek zwei Sonderausstellungen und einige Spezialveranstaltungen geplant.

Als einen der Höhepunkte schlägt man unter dem Titel “Rock Me Amadeus” ab 9. März 2016 eine Brücke zu Falco und sucht biografische Parallelen zwischen dem Popexzentriker und dem Klassikgenie.

Der Feierreigen startet am 27. Jänner und damit exakt eine Dekade nach der Eröffnung des Hauses inklusive Mozarts damaliger Wohnung unweit des Stephansdoms Ende Jänner 2006. Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager und Pianist Paul Gulda konzertieren für geladene Gäste. Am darauffolgenden Wochenende (30./31. Jänner) lädt man dafür zum Tag der offenen Tür mit freiem Eintritt, Führungen und Tanzworkshops.

“”Mozart im Mozarthaus. Highlights im Komponistenalltag”

Ebenfalls am 27. Jänner startet die auf ein Jahr angelegte Ausstellung “Mozart im Mozarthaus. Highlights im Komponistenalltag”. “Die Werke, die Mozart hier im Haus geschrieben hat (u.a. Le Nozze di Figaro, Anm.), stehen im Vordergrund”, kündigte Vitek am Freitag in einer Pressekonferenz an. Die Besucher sollen aber auch Einblicke in den (Schaffens)Alltag des Künstlers, der zwischen 1784 und 1787 im Haus in der Domgasse 5 gewohnt hat, bekommen.

Ab 9. März und bis zum 16. Mai folgt dann die Schau um Falcos Welterfolg “Rock Me Amadeus”, der sich 1986 an der Spitze der US-Billboard-Charts platzieren konnte und Hans Hölzel alias Falco endgültig zum weltberühmten Österreicher machte. “Wir wollen die Entstehungsgeschichte, Bedeutung und Wirkung dieses Erfolgs beleuchten”, sagte Vitek über das Projekt in Kooperation mit der Falco Privatstiftung. Zu sehen sein werden auch bisher nie gezeigte Dokumente und Objekte aus dem Hölzel’schen Privatbesitz. Ein Symposium im Oktober, diverse Konzerte und die Erweiterung der Dauerausstellung um einen Figaro-Schwerpunkt ergänzen die Jubiläumsreihe.

Besucherplus in Wien

Für das heurige Jahr freut man sich über ein Besucherplus von mehr als zehn Prozent auf insgesamt 155.000 Mozart-Fans. Nur im Eröffnungsjahr 2006 sei der Andrang noch höher gewesen. In den vergangenen zehn Jahren zählte man insgesamt 1,3 Mio. Gäste. Der Jahresumsatz beläuft sich derzeit auf rund 1,5 Mio. Euro, rechnete Peter Hanke, Chef der Wien-Holding – unter deren Dach ist das Mozarthaus angesiedelt, vor. Das Jahresbudget des Museums beträgt 1,3 Mio. Euro – 400.000 Euro davon schießt die Stadt zu. Man nähere sich in Sachen operativem Eigendeckungsgrad bereits der 75-Prozent-Marke, hieß es.

Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) betonte heute, dass “wir versuchen, nicht nur mit einer kitschigen und oberflächlichen Erinnerung an Mozart zu arbeiten, sondern seine künstlerische Hinterlassenschaft zu pflegen”. Das sei insofern wichtig, als “mit dem Quadrat der Entfernung die Wahrnehmung Wiens als Mozartstadt” zunehme, verwies der Ressortchef darauf, dass 85 Prozent der Mozarthaus-Besucher aus dem Ausland kommen.

Das Haus mit Mozarts früherer Wohnung war Ende der 1990er-Jahre zusehends vom Verfall bedroht. Daraufhin nahm sich die Stadt des Gebäudes an und beauftragte die Wien-Holding, es im Vorfeld des Mozartjahres 2006 wieder auf Vordermann zu bringen.

>> Mozarthaus Vienna, 1., Domgasse 5, täglich geöffnet 10 bis 19 Uhr.

(APA)

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