Richard Lugner – Mit 75 noch immer Hahn im Korb

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Richard Lugner – Mit 75 noch immer Hahn im Korb
Mit 75 Jahren ist Richard Lugner unverwüstlich wie eh und jäh: Während andere in seinem Alter längst auf der Parkbank sitzen und Tauben füttern, laboriert der Baumeister an den Nachwehen einer Scheidung …

… versucht sein Kino in die schwarzen Zahlen zu führen, verhandelt Verträge mit etwaigen Opernballgästen aus, ist medial auch in Deutschland omnipräsent – und ist auf Brautschau. „Auch meine Mutter ist mit 80 Jahren noch über Zäune geklettert“, sagte „Mörtel“ im APA-Interview. Am Mittwochabend stand in einem Heurigen in Wien die große Geburtstagsparty an.

Seit seiner Scheidung im Sommer dürfte Lugner wohl so etwas wie einen siebenten Frühling erleben. Nicht nur, dass seine 14-jährige Tochter Jaqueline inzwischen das Styling ihres Vaters übernommen hat, auch die Probleme des Baumeisters werden eher in der Zeitschrift „Bravo“ als in einem Seniorenmagazin erörtert. „Ich habe mir nach der Scheidung überlegt, ob ich mich jetzt einfach mit den nächsten zehn bis 20 Frauen amüsieren soll. Aber irgendwie möchte ich doch etwas Ernsthaftes“, meinte der Baumeister.

Grund für seine ernsten Absichten ist nicht zuletzt, dass er für Jaqueline eine Ersatzmutter finden muss. „Heiraten werde ich aber eher nicht mehr. Aber man kann ja heute auch so zusammen sein“, meinte der Baumeister. Dafür will er sich mit seiner neuen Freundin ein wenig in medialer Enthaltsamkeit üben. „Zumindest einen Tag in der Woche sollten wir ohne Medien verbringen. Einfach nur tanzen gehen und miteinander reden“, sagte Lugner.

Die Tochter ist von der neuen Umtriebigkeit ihres Vaters nur wenig begeistert. „Freude hat sie natürlich keine damit, aber wir waren gestern beim Heurigen und haben uns ausgesprochen“, meinte Lugner. Neben den familiären Problemen setzte es für die 14-Jährige einen weiteren Schlag. „Sehen Sie das Paket da. Das ist die Urne mit der Asche unseres Hundes. Er ist am Freitag gestorben“, trauerte „Mörtel“.

Auch beruflich denkt der Baumeister nicht ans Aufhören. „Ich werde keine großen Projekte mehr machen, aber ich habe schon noch was vor“, sagte Lugner. Vor allem das Kino in der Lugner City will er noch in die schwarzen Zahlen führen. „Es macht mir einfach Spaß“, so der Society-Löwe. Selbst seinen Geburtstag wird der „König der Seitenblicke“ in seinem Einkaufszentrum verbringen. Von 12.00 Uhr bis 0.00 Uhr wird der Geschäftsmann am Donnerstag mit Kunden mit Getränken und Speisen um den halben Preis seinen 75er feiern.

Auch den Opernball will er noch lange unsicher machen. Kommendes Jahr wird anstelle von „Mausi“ die Gewinnerin der ATV-Show „Mörtel sucht das Glück“ die Rolle der Gastgeberin übernehmen. Auch eine Loge hat der Baumeister schon. Wer sein Gast sein wird, wollte Lugner natürlich nicht verraten. Der Favorit von Tochter Jaqueline wird es jedenfalls nicht: „Sie wollte Victoria Beckham, aber die haben wir nicht einmal angefragt. Viel zu schwierig“.

Grund zum Leisetreten hat „Mörtel“ auch nicht. Trotz seines eher unsteten Lebenswandels, seinem stressigen Beruf und seiner „No Sports“-Philosophie ist der 75-Jährige gesund und munter. „Nur während der Scheidung hatte ich Probleme mit dem Blutdruck und musste Medikamente nehmen“, verriet Lugner.

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