Renzi hält Große Koalition in Italien für unmöglich

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PD-Chef Matteo Renzi will "kein Abkommen mit Extremisten"
PD-Chef Matteo Renzi will "kein Abkommen mit Extremisten" - © APA (AFP)
Italiens Ex-Premier und derzeitiger Vorsitzender von Italiens Demokratischer Partei (PD), Matteo Renzi, hält in seiner Heimat eine Große Koalition nach deutschem Modell für unmöglich. “Wir schließen keine Abkommen mit Extremisten”, sagte der 44-jährige Toskaner im Interview mit der römischen Tageszeitung “La Repubblica”.

“Wir kann man ein Bündnis mit Silvio Berlusconis Mitte-Rechts-Allianz abschließen, die von der Lega angetrieben wird? Ich sehe den Weg der Großen Koalition weder mit dieser Rechten noch mit der Fünf-Sterne-Bewegung beschreitbar”, sagte Renzi.

Die Popularität von Premier Paolo Gentiloni betrachtet Renzi nicht als parteiinterne Konkurrenz bei seinem Anliegen, wieder Italiens Regierungschef zu werden. Dieses Amt hatte er zwischen 2014 und 2016 bekleidet. Das neue Wahlgesetz schreibe nicht vor, dass Premierkandidaten vor der Wahl bestimmt werden, sagte er. Am Schluss werde der Staatschef das letzte Wort haben. “Inzwischen arbeiten wir alle zusammen, damit die PD ein gutes Resultat erhält. Wir wollen nicht, dass dieses Land in die Hände der Extremisten gerät”, so Renzi.

Der Ex-Premier zeigte sich überzeugt, dass seine PD bei den Parlamentswahlen am 4. März als stärkste Einzelpartei abschneiden werde und dass die Italiener mehrheitlich weder die Lega noch die Fünf-Sterne-Bewegung wählen werden. “Dieses Land mag keine Extremisten”, versicherte Renzi.

(APA)

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