Rekordjahr für das Sigmund Freud Museum

Sigmund Freud schaffte es von Wien aus zu Weltruhm.
Sigmund Freud schaffte es von Wien aus zu Weltruhm. - © AP
Das Sigmund Freud Museum im 9. Bezirk in Wien jubelt über einen neuen Besucherrekord im Jahr 2015, ist dem Andrang jedoch mittlerweile kaum mehr gewachsen.

Das Sigmund Freud Museum in Wien freut sich über ein erfolgreiches Ausstellungsjahr 2015. Mit 91.322 seien so viele Besucher in der Museum gekommen wie nie zuvor. Bereits 2014 hatte man mit 84.293 Besuchern einen Rekord verzeichnet.

“Die hohen Zahlen sind ein Beleg für die Bedeutung des Sigmund Freud Museums und das weiterhin ansteigende Interesse an Sigmund Freuds Werk und seiner bis heute andauernden Wirkungsgeschichte: Das ist erfreulich und auch eine schöne Bestätigung unseres Ausstellungs- und Wissenschaftsprogramms”, so Direktorin Monika Pessler am Donnerstag in einer Aussendung.

Sigmund Freud Museum stößt an seine Grenzen

Die hohe Anzahl von Besuchern stelle jedoch auch eine Herausforderung dar, die mittlerweile kaum zu bewältigen sei: “Die zu kleine Ausstellungsfläche und unzureichende, veraltete Serviceeinrichtungen sind dem internationalen Publikum sowie unseren Mitarbeiter kaum mehr zumutbar. In Stoßzeiten warten Gäste mitunter eine Stunde im Stiegenhaus, um ins Museum zu gelangen, ein barrierefreier Zugang fehlt bis heute.”

Ein Plan sehe daher vor, die Ausstellungsfläche auf 400 Quadratmeter zu erweitern, was auch eine fachgerechte Unterbringung der Bibliothek im ersten Stock mit einschließen würde, so Peter Nömaier, kaufmännischer Leiter des Museums. “Wir hoffen, dass Bund und Stadt Wien unsere vorgelegten Konzepte unterstützen, denn aus Eigenmitteln ist der notwendige Umbau inklusive Neukonzeption des Museums nicht zu finanzieren.”

Das Museum in der Berggasse wird von der unabhängigen Sigmund Freud Privatstiftung geführt und erhält von der Stadt Wien für den laufenden Betrieb eine Grundsubvention von 270.000 Euro pro Jahr sowie weitere Projektmittel der öffentlichen Hand. Der Großteil der Einkünfte wird aus Museumseintritten, durch Sponsoring und private Förderungen generiert. In Summe erreicht das Museum laut Angaben einen Eigendeckungsgrad von knapp 75 Prozent.

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