“Reizgasaustritt” in Schule in Wien-Floridsdorf: 170 Schüler im Spital

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Großeinsatz in einer Schule in der Adolf-Loos-Gasse 2.
Großeinsatz in einer Schule in der Adolf-Loos-Gasse 2. - © MA 70/Berufsrettung Wien
In der Schule in der Adolf-Loosgasse 2 in Floridsdorf kam es am Donnerstagvormittag zu einem Zwischenfall mit “Reizgas”, der zur einer großen Evakuierung des Schulgebäudes und der Einlieferung zahlreicher Schüler ins Spital führte.

Der Vorfall in der Schule ereignete sich am Vormittag, kurz nach 10.00 Uhr.

Woher bzw. wodurch genau das reizende Gas ausgetreten ist, konnte Andreas Huber, Sprecher der Wiener Berufsrettung, im Gespräch mit VIENNA.at noch nicht definieren, ebenso gab es von Seiten der Einsatzkräfte keine Bestätigung zur Vermutungen über “Pfefferspray” in der Schule.

170 Schüler ins Spital gebracht, Busse der Wiener Linien halfen aus

Fakt ist aber, dass mehrere Schüler durch das Gas im Gesichts- und Halsbereich verletzt worden sind. Insgesamt 170 Schüler wurden laut Huber ins Spital eingeliefert, siebzehn von ihnen mit unmittelbaren Verletzungen und Reizungen durch das Gas.

Die übrigen 153 wurden zur “weiteren Beobachtung” ins Krankenhaus gebracht. Mit Bussen der Wiener Linien, die kurzerhand aushalfen, wurden die Schüler (m Alter von zehn bis 14 Jahren) ins Spital befördert. “Für 170 Kinder auf einmal reichen unsere Kapazitäten nicht aus,” so Huber.

Verhalten der Schule “vorbildlich”

Der Katastrophenzug der Berufsrettung war vor Ort, um die Schüler zu versorgen. Das Verhalten der Schule sei “vorbildlich” gewesen, lobt Presseprecher Huber weiters. Die Schulleitung habe mit der Evakuierung des Gebäudes begonnen, noch bevor die Einsatzkräfte eingetroffen waren. Das Gebäude sei dann durchgelüftet worden.

Die Polizei hat die Ermittlungen zu dem Gasaustritt übernommen, offizielle Bestätigungen zur Ursache gibt es noch nicht. Die Wiener Berufsrettung und der Samariterbund waren mit sechs Fahrzeugen im Einsatz.

(Red.)

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