Reisekrankheit: Drei von 20 Gegenmitteln erhielten Urteil “gut” im Test

Reisekrankheit kann bei Flugreisen ein Thema sein
Reisekrankheit kann bei Flugreisen ein Thema sein - © BilderBox.com (Sujet)
Reisen auf dem Schiff, im Auto oder im Flugzeug können für Menschen, die unter Reisekrankheit leiden, zur Qual werden. Die gute Nachricht: Einige der Gegenmittel, die es gibt, helfen zuverlässig.

Bei einem Test der Zeitschrift “Öko-Test”, den die Arbeiterkammer OÖ am Dienstag veröffentlicht hat, wurden 20 rezeptfreie Mittel gegen die sogenannte Kinetose unter die Lupe genommen: Drei Erzeugnisse wurden mit “gut” bewertet, der Großteil schnitt “befriedigend” ab.

Wirkstoff Diphenhydramin macht müde und träge

Zwei von drei zu empfehlenden Produkten enthalten den Wirkstoff Diphenhydramin. Diese Mittel würden aber müde und träge machen und man dürfe sich damit nicht hinter das Steuer eines Fahrzeuges setzen. Weiters wurde ein Produkt aus Ingwerwurzelstock-Pulver mit “gut” bewertet.

Zwei Lutschtabletten aus Ingwerextrakt schnitten hingegen “mangelhaft” ab, da unklar sei, woraus der Ingwerextrakt in den Pastillen bestehe und im Vergleich zu klinisch geprüften Arzneien deutlich zu niedrig dosierte Mengen enthalten sind. Seeleute schwören seit Jahrhunderten auf die Heilpflanze Ingwer, in der Wissenschaft gibt es unterschiedliche Studien darüber. Jeder solle daher selbst entscheiden, ob Ingwer-Produkte für ihn eine wirksame Alternative sind, raten die Konsumentenschützer.

15 Mittel erhielten Test-Urteil “befriedigend”

15 getestete Mittel mit Dimenhydrinat wurden mit “befriedigend” bewertet. Der Wirkstoff besitze keine überzeugenden Vorteile gegenüber Diphenhydramin, sein Zusatzstoff erhöhe aber das Nebenwirkungsrisiko, hieß es in der Aussendung.

Kleinkinder besitzen einen wirksamen Schutz, bis sie beginnen, sich selbstständig zu bewegen. Mit zunehmendem Alter nehme die Anfälligkeit für die Reisekrankheit zu. Die Symptome könnten durch Training, wie etwa häufiges Achterbahnfahren, gemildert, aber nicht vollständig beseitigt werden. Daher helfe als Vorbeugung oft nur die Einnahme eines Medikamentes. Wer Stärkeres benötigt, sollte vor Reiseantritt einen Arzt für rezeptpflichtige Mittel aufsuchen.

Die Testergebnisse finden Sie hier.

(apa/red)

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