Raubüberfall auf Billa in Vösendorf geklärt

Der Überall auf den Billa in Vösendorf dürfte geklärt sein.
Der Überall auf den Billa in Vösendorf dürfte geklärt sein. - © APA (Symbolbild)
Die Polizei forschte einen 27-Jährigen, der am 9. März eine Billa-Filiale in Vösendorf überfallen haben soll, aus. Auch seine Ehefrau soll beteiligt gewesen sein.

Am 9. März überfiel ein zunächst unbekannter Täter gegen 19:30 Uhr eine Billa-Filiale in Vösendorf südlich von Wien. Der mit einer schwarzen Pistole bewaffnete Mann erbeutete dabei einen vierstelligen Geldbetrag.

Danach ergriff der Täter zu Fuß die Flucht und wurde von zwei Zeugen, die kurz zuvor selbst Kunden in der Filiale gewesen waren und den Überfall vom Parkplatz aus beobachtet hatten, verfolgt. Dabei zog der Täter seine Waffe und bedrohte die beiden ebenfalls.

Überfall zur Deckung des Kontos

Im Zuge intensiver Ermittlungen und Auswerten der am Tatort gesicherten Videoaufzeichnungen der Überwachungsanlagen konnte ein 27-jähriger Österreicher als Hauptverdächtiger und als mögliche Beitragstäterin seine 22-jährige Ehefrau ausgeforscht werden.

Der arbeitslose und in Wien wohnhafte 27-Jährige fasste am 9. März 2016 den Entschluss, in der Billafiliale entweder Geld zu stehlen oder zu rauben. Seine Gattin will er von seinem Vorhaben nicht informiert haben, berichtet die niederösterreichische Polizei. Das geraubte Geld hätte zur Abdeckung des Girokontos der Ehefrau gedient.

So lief der Billa-Raub in Vösendorf ab

Der Beschuldigte, der die Waffe legal besaß, fuhr mit seiner Gattin mit einem Pkw von Wien direkt auf den Kundenparkplatz des Burger King. Gemeinsam begaben sie sich zur gegenüberliegenden Billa-Filiale, wobei der Beschuldigte in der Außentasche des Kapuzensweaters die Faustfeuerwaffe mitführte.

Seine Ehefrau beobachtete den ausgeführten Raub zwischen den Regalen und bezahlte, nachdem ihr Ehemann mit der Raubbeute die Filiale verlassen hatte, den getätigten Einkauf. Anschließend sei sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Wien zurückgefahren.

Beweislage zwingt Verdächtigen zu Geständnis

In Kenntnis des kriminalpolizeilichen Ermittlungsstandes ordnete die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt die Hausdurchsuchung an der Wohnadresse der Verdächtigen an. Bei der am 15. April durchgeführten Hausdurchsuchung konnten weder die Tatwaffe, noch die vom Täter am Tatort getragene Oberbekleidung vorgefunden werden. Die Beschuldigten stellten vorerst jeden Tatzusammenhang in Abrede, legten dann jedoch aufgrund der Beweislast ein umfangreiches Geständnis ab. Mit der Raubbeute wurde tatsächlich das Girokonto der 22-jährigen Beschuldigten abgedeckt.

Die vom Verdächtigen bei dem Raub verwendete Pistole wurde von ihm zwei Tage nach der Tat einem Waffenhändler verkauft. Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt ordnete die Einlieferung des 27-Jährigen in die Justizanstalt Wiener Neustadt an, seine 22-jährige Ehefrau wird der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt angezeigt.

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