Rapids Stefan Stangl: Was man aus dem Valencia-Debakel gelernt hat

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Stefan Stangl und Rapid bleiben im Titelrennen.
Stefan Stangl und Rapid bleiben im Titelrennen. - © APA
Rapid hat nach der “Ein-Satz-Niederlage” in Valencia wieder in die Spur gefunden und einen wichtigen Sieg in Graz gefeiert.

Rapid ist nicht nur in der tipico-Bundesliga auf Kurs geblieben, sondern hat am Sonntag auch für das Europa-League-Rückspiel gegen Valencia Mut getankt. Die Aufstiegschancen sind nach dem 0:6 im Hinspiel zwar dahin, mit einem Heimsieg am Donnerstag (19:00 Uhr, live auf Puls 4, Sky und im VIENNA.at-Liveticker) würden die Hütteldorfer Österreich aber für den Sommer 2017 einen zweiten Startplatz in der Champions-League-Qualifikation bescheren.

Nur mit einem weiteren vollen Erfolg würde Österreich in der UEFA-Fünfjahreswertung Rumänien überholen und auf Platz 15 vorstoßen. Dieser bringt in der übernächsten Saison den fünften Europacupstartplatz zurück. Rapid ist der letzte heimische Vertreter. “Wir werden gegen Valencia alles versuchen, um zu gewinnen”, versprach Trainer Zoran Barišić. “Wir werden von der ersten Minute an so starten, das ist auch für Österreich wichtig.”

Rapidler Schobesberger hofft auf EM-Teilnahme

Die Generalprobe ist mit einem 2:0-Sieg bei Sturm Graz geglückt. Die Wiener rehabilitierten sich damit für die herbe Enttäuschung in Spanien. “In der ersten Hälfte waren die Unsicherheiten im spielerischen Bereich noch erkennbar, das ist dann aber immer mehr gewichen”, bemerkte Barišić, der mit Erfolg auf ein etwas defensiveres Konzept mit den drei kampfkräftigen Zentrumsspielern Thanos Petsos, Srđan Grahovac und Stefan Schwab vertraute.

“Wir haben uns auf das einfache Spiel beschränkt und unsere schnellen Spieler gut eingesetzt”, erklärte Barišić. Zum Matchwinner avancierte Philipp Schobesberger mit einem Doppelpack. Der Flügelspieler hatte zuletzt unkonstante Leistungen gezeigt. Nach seinen Ligatoren Nummer fünf und sechs hat der 22-Jährige aber auch die EM in Frankreich noch nicht abgeschrieben. Schobesberger: “Natürlich hoffe ich, noch auf den EURO-Zug aufspringen zu können.”

Im Vorsommer hatte ÖFB-Teamchef Marcel Koller den schnellen Mann bereits einmal ins Aufgebot geholt. Mit Rapid im Frühjahr um den Meistertitel zu spielen, wäre für den Oberösterreicher eine gute Eigenwerbung. “Schobesberger ist auf einem guten Weg, muss aber noch vieles lernen”, sagte Barišić über den “Pfitschipfeil”, wie ihn Abwehrchef Mario Sonnleitner bezeichnete.

Stangl: “Wissen, was es alles zu verbessern gilt”

Nach der Blamage von Valencia fand Rapid schnell wieder in die Spur. “Wir werden uns gut erholen. Wir werden Kraft und Energie tanken, damit wir am Donnerstag mit sehr viel Mut in die Partie reingehen”, betonte der Chefcoach. Möglicherweise sei die Hinspiel-Pleite sogar lehrreich gewesen, meinte Linksverteidiger Stefan Stangl. “Wir wissen seitdem, was es alles zu verbessern gilt.”

Durch den Sieg in Graz hat Rapid in der Bundesliga-Tabelle übrigens mit Leader Red Bull Salzburg gleichgezogen. Beide Teams liegen mit 43 Punkten voran, Verfolger Austria Wien hat vier Zähler weniger auf dem Konto.

(APA, Red.)

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