Rapid Wien will nach Valencia-Debakel gegen Grödig wieder “Ligagesicht” zeigen

Rapid möchte gegen Grödig wieder seine starke Seite zeigen.
Rapid möchte gegen Grödig wieder seine starke Seite zeigen. - © APA (Sujet)
Nach 10 verlorenen Toren gegen Valencia möchte Rapid gegen Grödig wieder sein “Ligagesicht” zeigen, denn bisher ist es für die Wiener in der Meisterschaft nach Wunsch gelaufen. Grödig hat in der Bundesliga nur einen Punkt Luft zum Schlusslicht WAC.

Nach den 3:0-Siegen gegen den WAC und im Wiener Derby bei der Austria gab es zuletzt ein 2:0 bei Sturm Graz. Die Hütteldorfer sind damit makellos unterwegs und auf dem besten Wege, ihre Frühjahrsstärke wie in der vergangenen Saison auszuspielen. “Im Herbst war es zum Teil anders, da haben wir in der Europa League gut gespielt und in der Meisterschaft das eine oder andere dumme Tor gekriegt, jetzt schaut das anders aus”, resümierte Rapids Mittelfeldspieler Stefan Schwab.

Rapid möchte Energie umwandeln und Grödig schlagen

Die Wiener liegen deshalb nur aufgrund des um drei Treffer schlechteren Torverhältnisses hinter Titelverteidiger Salzburg zurück, sind 13 Runden vor Schluss voll im Titelkampf. “Es schaut so aus, dass wir unser Minimalziel in der Meisterschaft wahrscheinlich erreichen werden. Wenn wir die nächsten drei Spiele positiv bestreiten, haben wir aber durchaus die Möglichkeit, ganz weit vorne zu landen”, hofft Rapid-Trainer Zoran Barisic auf mehr als nur Rang drei, der die Europacup-Teilnahme garantiert.

Der Vorletzte Grödig darf da kein Stolperstein werden. “Wir müssen den Frust in positive Emotionen und positive Energie umwandeln und am Sonntag Grödig schlagen”, sprach Rapids Vizekapitän Mario Sonnleitner Klartext. Und Schwab ergänzte: “Wir müssen unbedingt eine Reaktion zeigen.” Die neuerliche Pleite gegen Valencia soll schnell abgehakt werden. “Wir müssen als Mannschaft gegen so eine Topmannschaft viel kompakter und besser verteidigen. In der Liga sind wir es nicht so gewohnt, so viel verteidigen zu müssen”, blickte Schwab noch einmal zurück.

Im Wiener Ernst Happel Stadion vier Bundesliga-Siege in Folge

Gegen Grödig wird das eher nicht der Fall sein. Alles andere als ein dominanter Auftritt der Wiener im Ernst-Happel-Stadion wäre eine Überraschung. “Es wird ein ganz anderes Spiel werden, wo wir die Mannschaft sein werden, die die Initiative übernehmen wird”, sagte Barisic. Die Partie sei “sehr wichtig”, um oben dabei zu bleiben. Danach warten auf seine Elf mit dem Heimduell gegen Mattersburg am Mittwoch sowie dem Gastspiel in Altach am Sonntag weitere vermeintliche Pflichtsiege.

Die Statistik spricht klar für Rapid. Im Happel-Stadion gab es zuletzt vier Ligasiege in Folge, gegen Grödig blieben die Wiener zu Hause in den jüngsten vier Partien ungeschlagen, holten dabei zuletzt drei Zu-Null-Siege.

Mit den angeschlagenen Kapitän Steffen Hofmann, Florian Kainz, Stefan Stangl und Stefan Nutz gab es mehrere Fragezeichen. Dafür gibt es durch die Rückkehr von Louis Schaub und Christopher Dibon auch neue Alternativen. In Bälde werden weitere dazukommen. Thomas Schrammel müsse nur noch an seiner Beweglichkeit und Dynamik arbeiten, Stephan Auer brauche noch etwas länger, werde aber auch in Kürze wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

Peter Schöttel mit Leistung unzufrieden

Die Grödiger, die das jüngste direkte Duell am 8. November zu Hause mit 2:1 gewonnen haben, können personell aus dem Vollen schöpfen. Offen ist welche Formation Coach Peter Schöttel gegen seinen Ex-Club ins Rennen schicken wird. “Es wird möglicherweise einige Änderungen in der Mannschaft geben, es kann durchaus sein, dass einige Spieler, die sich im Training voll hineinhängen, aber nicht so oft zum Spielen kommen, am Sonntag in der Mannschaft stehen werden”, kündigte der Wiener an.

Schöttel war zuletzt mit der Vorstellung von Leistungsträgern nicht zufrieden. Änderungen könnten auch im Hinblick auf das Mittwoch-Heimspiel gegen den Siebenten und “direkten Konkurrenten” Ried passieren. Zum Abschluss der “englischen Woche” wartet mit Salzburg ein weiterer Topgegner. Sollte es bis dahin nicht nach Wunsch laufen, könnte es auch für Schöttel eng werden. Seine Elf hat in den jüngsten fünf Runden nur beim 2:2 gegen die Admira gepunktet.

(apa/red)

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