Rapid Wien: So schätzt Mario Sonnleitner Dinamo Minsk ein

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Rapid Wien: So schätzt Mario Sonnleitner Dinamo Minsk ein
Rapid Wien gastiert am zweiten Spieltag der Europa-League-Gruppenphase bei Dinamo Minsk. Nach dem überraschenden Auftaktsieg gegen Villarreal sollen auch in Weißrussland Punkte her.

Mario Sonnleitner hat mit Rapid bereits dreimal vergeblich Anlauf auf die K.o.-Phase der Europa League genommen. Im vierten Versuch will der längstdienende Profi der Hütteldorfer nach Steffen Hofmann erstmals die Gruppenphase überstehen, betonte der Steirer vor dem zweiten Gruppenmatch am Donnerstag (21:05 Uhr MESZ, live auf Puls 4 und Sky) in Borisow gegen Dinamo Minsk.

Die Chancen dafür sind nach dem Heim-2:1 zum Auftakt gegen Villarreal durchaus intakt. “Wir glauben alle daran, dass der Aufstieg möglich ist”, sagte Sonnleitner, ergänzte aber auch: “Keiner von uns ist überheblich. Wir wissen, dass es kein Selbstläufer wird.”

“Sie werden dagegenhalten, sind zweikampfstark”

Während Rapid in der ersten Runde den Favoriten in Gruppe E bezwang, gab es für Minsk beim 0:2 auswärts gegen Viktoria Pilsen nichts zu holen. Dennoch werde man den Gegner nicht unterschätzen, beteuerte Sonnleitner. “Diese Mannschaft ist in unserer Reichweite, wir rechnen uns Chancen aus. Doch auswärts wird es nicht einfach, sie werden dagegenhalten und sind zweikampfstark.”

Das Weiterkommen des weißrussischen Vizemeisters und Tabellenzweiten im Europa-League-Playoff gegen Red Bull Salzburg müsse Warnung genug sein. “Da hat man gesehen, dass Minsk kampfkräftig ist, in der Defensive gut steht und in der Offensive immer wieder Akzente setzen kann”, sagte Sonnleitner.

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Posted by SK Rapid Wien on Mittwoch, 30. September 2015

Trotz aller Respektbekundungen ist sich der Innenverteidiger aber auch der Rollenverteilung bewusst. “Wir sind vielleicht eher Favorit”, vermutete der 28-Jährige. “Aber wir müssen erst zeigen, dass wir dieser Erwartungshaltung gerecht werden können.”

Sonnleitner erwartet Minsk offensiver als gegen Salzburg

Auf Sonnleitner und Co. dürfte ein defensiv eingestellter Gegner warten, der im Gegensatz zu Villarreal nicht viele Räume bieten wird. “Trotzdem werden sie schon auch probieren, nach vorne etwas zu machen und nicht nur hinten drin stehen. Sie wollen punkten, daher glaube ich, dass sie einen Tick offensiver als gegen Salzburg auftreten werden”, mutmaßte Sonnleitner.

Mit einem Sieg in Weißrussland und anschließenden Heimerfolgen gegen Pilsen und Minsk wäre das Ticket für das Sechzehntelfinale wohl schon gebucht. Mit derartigen Gedankenspielen will sich der Rapid-Abwehrmann aber nicht beschäftigen. “Ich halte nichts von Hochrechnungen. Jedes Match muss erst einmal gespielt werden.”

Auch für Dinamo ein Auswärtsspiel

Der Ex-Sturm-Graz-Profi fehlte sowohl gegen Villarreal als auch am Samstag beim 1:0 in Ried wegen einer Sperre. Angesichts der dünner werdenden Personaldecke ist Trainer Zoran Barišić froh, wieder auf seinen Vizekapitän zurückgreifen zu können – schließlich verfügt er derzeit nur über drei Innenverteidiger und zwei zentrale defensive Mittelfeldspieler. “Aber das ist kein Problem. Wir haben einen großen Kader, und einige kommen bald retour”, meinte Sonnleitner.

Seine Mannschaft wird in Weißrussland von rund 500 mitreisenden Fans angefeuert. Ausgetragen wird die Partie in der Borisow Arena, weil im rund eine Autostunde entfernten Minsk kein Stadion vorhanden ist, das den UEFA-Kriterien für die Austragung von Europacup-Gruppenspielen entspricht. Bereits am Dienstag ging in der Borisow Arena das Champions-League-Match zwischen BATE und AS Roma über die Bühne.

(APA, Red.)

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