Rapid müht sich zu 3:3 gegen den LASK

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Mayrleb traf im Doppelpack gegen Rapid
Mayrleb traf im Doppelpack gegen Rapid - © APA
Trotz einer durchwachsenen Leistung kam Rapid nach einem lebhaften Spiel in Linz noch zu einem Punkt: Der LASK lag zur Pause bereits 3:1 voran, ehe ein Elfmeter und ein Ausschluss gegen die Linzer die Hütteldorfer wieder heranbrachte.

Die Rapidler lagen nach nur 17 Sekunden bereits 1:0 in Front. Bei einer Kavlak-Flanke patzte der neue LASK-Tormann Jürgen Macho, wodurch Salihi unbedrängt zum Kopfball kam und Nikica Jelavic anschließend den Ball nur noch über die Linie zu drücken brauchte. Bereits beim 1:0-Sieg im Europa-League-Quali-Heimspiel gegen Aston Villa hatte der Kroate schon nach 16 Sekunden gescort.

Den Bundesliga-Rekord für den schnellsten Treffer verpasste Jelavic aber “klar”. Diesen hält seit dem 11. Juli 2007 Patrik Jezek. Der Tscheche hatte damals in der Saison-Auftaktrunde für Red Bull Salzburg im Heimspiel gegen SCR Altach bereits nach nur zehn Sekunden zum 1:0 getroffen. Und auch die “Auswärtsbestmarke” für Blitztore von Gerd Wimmer, der am 14. März 1998 gegen Austria Lustenau nach 13 Sekunden auf 1:0 für Rapid gestellt hatte, verfehlte Jelavic um vier Sekunden.

Rapid drängte zwar sofort auf den zweiten Treffer, doch der LASK überstand diese Anfangs-Druckphase ohne weiteren Gegentreffer und nutzte gleich seine erste Chance: Nach Vorarbeit von Prager und Rasswalder-Zuspiel traf Mayrleb volley im Rutschen zum 1:1 (23.). Es war das erste Tor für den 37-jährigen Routinier seit dem 30. August dieses Jahres.

Doch gleich nach Wiederanpfiff hätte es beinahe 1:2 geheißen: Nach Kavlak-Flanke faustete Macho den Ball genau zu Hofmann, dessen Schuss zwar abgeblockt wurde, aber genau bei Salihi landete. Der Albaner hatte aber Pech, denn sein Schuss wurde von LASK-Verteidiger Piermayr glücklich abgewehrt (24.).

Die Linzer waren da viel effizienter und nutzten auch ihre zweite Hundertprozentige eiskalt aus: Nach Prager-Vorarbeit ließ Mayrleb im Strafraum Soma per Drehung aussteigen und traf via Stange zum 2:1 (39.). Nur zwei Minuten später hieß es schon 3:1. Nach blitzschnellem Konter und Mayrleb-Assist war diesmal Prager zur Stelle (41.).

Nach dem Wechsel dominierte Rapid klar, tat sich aber gegen die gut organisierten Linzer zunächst sehr schwer. Erst ein Foul von Piermayr an Kavlak im Strafraum brachte den Umschwung (64.). Denn Hofmann verwertete den Foulelfer sicher (65.), dazu musste der LASK in der Folge mit nur zehn Mann auskommen, weil der LASK-Verteidiger mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde.

In Minute 67 folgte der nächste Patzer von Macho, dem mangelnde Matchpraxis anzusehen war: Dem Ex-ÖFB-Goalie entglitt der Ball nach einer scharfen Boskovic-Flanke, im Nachfassen war er aber schneller als Salihi. Doch in Minute 75 hatte der Schlussmann keine Chance, nach einer Hofmann-Freistoß-Flanke war Salihi mit dem Kopf zur Stelle und erzielte den Ausgleich. Wenig später zischte ein weiterer Salihi-Kopfball nach Kavlak-Flanke knapp über die Latte (77.). Auch bei einem Hofmann-Schuss im Finish (90./drüber) hatten die Linzer Glück, womit es beim 3:3 blieb.

Matthias Hamann (LASK-Trainer): “Es war ein typisches LASK-Spiel. Wenn man die ersten 18 Sekunden ausnimmt, dann haben wir den typischen LASK gesehen – kampf- und offensivstark. Nach dem frühen Gegentor haben wir den Umschwung geschafft und zur Pause verdient 3:1 geführt. Wir haben die Rapidler dann sicher im Griff gehabt, haben sie entnervt, hatten sie am Boden, aber dann in der 64. Minute durch den Elfer und Ausschluss selbst die Wende eingeleitet. Der Punkt war hochverdient.”

Jürgen Macho nach seinem Debüt als LASK-Schlussmann: “Der Abend hat für mich mit dem schnellen Gegentor ganz schlecht begonnen. Wir haben gewusst, dass es nicht einfach wird. Wir sind aber schnell zurückgekommen und 3:1 in Führung gegangen, großes Lob an die Mannschaft. In der zweiten Hälfte hat dann Rapid das Kommando übernommen. Es wäre sicher mehr für uns drin gewesen, aber im Endeffekt müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein.”

Peter Pacult (Rapid-Trainer): “Wenn man nach 18 Sekunden in Führung geht gegen einen Gegner, der nach der 2:7-Niederlage aus der Vorwoche mental angeschlagen ist, müsste man so ein Spiel eigentlich vorentscheiden. Doch das Gegenteil ist passiert. Wir haben uns taktisch ganz schlecht verhalten, nach einem Fehler den Ausgleich bekommen und dann durch Konter weitere Tore. In der zweiten Hälfte mussten wir alle Kräfte mobilisieren, um noch den Ausgleich zu erzielen. Der Elfer und Ausschluss haben uns die zweite Luft gegeben. Wir haben sehr viel riskiert und sind – ich will nicht sagen belohnt worden – aber haben den Punkt, den wir uns sehr hart erarbeiten mussten, noch geschafft.”

Steffen Hofmann (Rapid-Kapitän/Torschütze zum 2:3): “Wir wollten hier drei Punkte machen und hätten nach dem 1:0 gewinnen müssen. Wir haben es aber nach dem sehr guten Beginn wieder nicht geschafft, zu null zu spielen. Wir haben Fehler gemacht, die uns nicht passieren dürfen, nicht nur hinten, sondern generell in der Verteidigung. Deshalb müssen wir jetzt mit dem Punkt zufrieden sein.”

Fußball-Bundesliga (15. Runde)
LASK Linz – SK Rapid Wien 3:3 (3:1)
Stadion der Stadt Linz, 13.200 Zuschauer, SR Meßner

Torfolge: 0:1 ( 1.) Jelavic, 1:1 (23.) Mayrleb, 2:1 (39.) Mayrleb, 3:1 (41.) Prager, 3:2 (65.) Hofmann (Foulelfer) 3:3 (75.) Salihi

LASK: Macho – Bubenik, Piermayr, Margreitter, Chinchilla-Vega – Saurer (77. Hart), Majabvi, Panis, Rasswalder – Prager – Mayrleb (66. Alunderis)
Rapid: Payer – Dober (31. Kulovits), Soma, Patocka, Thonhofer (68. Konrad) – Hofmann, Heikkinen, Boskovic (72. Trimmel), Kavlak – Jelavic, Salihi

Gelb-Rote Karte: Piermayr (64./wiederholtes Foulspiel)
Gelbe Karten: Panis, Chinchilla-Vega (im nächsten Spiel gesperrt), Prager bzw. Dober, Kulovits
Die Besten: Mayrleb, Prager, Panis bzw. Kavlak, Salihi, Hofmann

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