Rapid hofft bei der Admira wieder auf positive Schlagzeilen

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Rapids Schaub und Admiras Lackner
Rapids Schaub und Admiras Lackner - © APA (Punz)
Nach den turbulenten vergangenen Tagen hofft Rapid in der 22. Fußball-Bundesliga-Runde am Sonntag bei der Admira wieder auf positive Schlagzeilen. Die Nachwehen des vorwöchigen Derbys samt Fan-Verfehlungen und Verletzungen von Schlüsselspielern hatten die Hütteldorfer zuletzt fest im Griff – nun soll ein Erfolgserlebnis die Wogen wieder etwas glätten.

Trainer Goran Djuricin, der am Freitag mit einer Erkrankung zu kämpfen hatte, visiert gegen den Tabellenvierten einen Sieg an. “Natürlich fahren wir zur Admira, weil wir gewinnen wollen, die drei Punkte sind unser klares Ziel. Bei Rapid muss das immer der Anspruch sein.”

Erschwert wird dieses Vorhaben durch die aktuelle Kadersituation. Neben den Langzeitverletzten stehen mit den beiden ÖFB-Internationalen Stefan Schwab und Louis Schaub sowie Linksverteidiger Boli Bolingoli drei Stammspieler nicht zur Verfügung. Trotzdem zeigte sich Djuricin kämpferisch: “Der Kader ist groß genug, wir werden die Ausfälle kompensieren. Jeder kann dadurch beweisen, dass er stark genug ist, um in die Startaufstellung einberufen zu werden.”

An der langen Verletztenliste könne man nichts ändern, stellte Djuricin fest. “Aber wir werden dennoch stark und mit Selbstvertrauen aufs Feld gehen.” Das Feld in der Südstadt ist allerdings ein für Rapid ungeliebtes Terrain – die jüngsten beiden Auftritte in Maria Enzersdorf endeten mit Niederlagen für Grün-Weiß. Zudem hat die Admira ihre vergangenen drei Heimpartien allesamt gewonnen.

Wohl auch deshalb sieht Djuricin die Truppe von Ernst Baumeister nicht als Außenseiter. “Früher war es so, dass Rapid immer der Favorit ist. Jetzt treffen wir mit der Admira auf einen unmittelbaren Tabellenkonkurrenten, sie haben eine junge, starke Mannschaft, die uns Platz drei streitig machen will. Aber es ist auch so, dass sich jetzt dort eine gewisse Erwartungshaltung eingestellt hat, dass man gegen Rapid punkten möchte”, vermutete der Trainer.

Allerdings werden auch die Niederösterreicher von schweren Personalproblemen geplagt. Fünf Profis fehlen wegen Verletzungen, zwei weitere sind fraglich. “Rapid hat einen ganz anderen Kader als wir und kann Ausfälle viel leichter verkraften”, betonte Admira-Trainer Baumeister.

Sein viertplatzierter Club bot vor einer Woche beim Last-Minute-1:2 gegen Red Bull Salzburg eine ansehnliche Leistung und liegt nur vier Punkte hinter dem Vierten Rapid. Dennoch geht der Blick in der Tabelle eher nach unten als nach oben. “Rapid muss unter den Top-3 sein, wir nicht. Wir können gut damit leben, wie es jetzt ist”, meinte Baumeister.

(APA)

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